ZUR ÜBERSICHT

Körperliche und psychische Veränderungen in den Wechseljahren

Längst nicht alle Frauen haben unter klimakterischen Beschwerden zu leiden, jedoch bei rund 70 Prozent der Frauen treten mäßige bis starke Beschwerden auf. Ein Drittel hingegen fühlt sich durch den Wechsel überhaupt nicht beeinträchtigt fühlt. Sie stellen nur fest, dass ihre Monatsblutung ausbleibt.

Als obsolet gilt mittlerweile die mehr als ein halbes Jahrhundert lang favorisierte Theorie, dass die Eierstöcke jeder jungen Frau ein gewisses Kontingent an Eibläschen (Follikel) enthält, von denen einige jeden Monat zu Eizellen heranreifen – bis der Vorrat aufgebraucht ist. Denn man weiß inzwischen, dass die Eierstöcke Stammzellen enthalten, die theoretisch in der Lage sind, eine unbeschränkte Zahl an entwicklungsfähigen Follikeln zu produzieren.

Dennoch stellt der Körper die Reifung von Eizellen im Lauf des Lebens ein. Der Zeitpunkt der letzten Blutung  kennzeichnet die Menopause. Sie tritt gewöhnlich zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr ein – durchschnittlich im Alter von 50 bis 51 Jahren. Gleichzeitig sinkt der Östrogenspiegel im Blut immer weiter ab, was Wechseljahresbeschwerden auslösen kann. Bemerkbar machen sich dann diverse körperliche und/oder psychische Beschwerden.

Etwa ab dem 45. Lebensjahr sinkt der Östrogenspiegel

Im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung werden verschiedene Begriffe verwendet, deren Bedeutung es zunächst zu klären gilt:

Die ersten Anzeichen einer verminderten Produktion von weiblichen Sexualhormonen macht sich meist bereits im Alter zwischen Ende 30 und Anfang 40 bemerkbar: Unregelmäßigkeiten im Zyklus, ein Spannen in der Brust oder auch Stimmungsschwankungen können Zeichen des reduzierten Östrogenspiegels sein. In der medizinischen Fachterminologie wird diese Phase Präklimakterium oder Prämenopause (Vorsilbe „prä“ = vor) genannt. Die Monatsblutungen setzen in dieser Zeit durchaus noch ein, sind jedoch mitunter verändert.

Zyklusstörungen – erster Hinweis auf den beginnenden Wechsel

Das erste Anzeichen für die hormonellen Veränderungen sind meist Zyklusstörungen, die sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen können: Einige Frauen bemerken, dass sie gelegentlich schwächere Regelblutungen haben – in der medizinischen Fachterminologie nennt man dies Hypomenorrhö. Bei anderen wiederum treten ungewohnt starke Blutungen auf (Hypermenorrhö).

Häufig verkürzt sich der Monatszyklus. Setzen die Blutungen nicht mehr alle 28 bis 30 Tage ein, sondern schon nach weniger als 25 Tagen, spricht man von Polymenorrhö. Verlängert ist der Zyklus (Oligomenorrhö), wenn der zeitliche Abstand zwischen den Blutungen mehr als 35 Tage beträgt.

Bei vielen Frauen werden die Blutungen zudem stärker als gewohnt. Häufig kommt es auch zu dauerhaften Blutungen, die mehrere Wochen anhalten können (Menorrhagie). Im Lauf der Zeit bleibt die Monatsblutung phasenweise mal ganz aus (Amenorrhö), setzt einige Zeit danach jedoch wieder ein. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Eisprung unregelmäßig stattfindet.

Wechseljahre – Zeitspanne vor und nach dem Ausbleiben der Regelblutung

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation. Definitionsgemäß spricht man von der Menopause, wenn mindestens zwölf Monate keine Regelblutung mehr stattgefunden hat. Festlegen lässt sich der Zeitpunkt also immer erst im Nachhinein. Nach der Menopause kommt es zu keinen ovariell ausgelösten Blutungen der Gebärmutter mehr, und die Frau kann dann nicht mehr schwanger werden.

Als Klimakterium bezeichnet man die Jahre der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. In der Umgangssprache nennt man diese Zeitspanne auch Wechseljahre. Unter Postmenopause versteht man die Zeit, in der die Wechseljahre beendet sind und der Körper die hormonelle Umstellung komplett abgeschlossen hat.

Übrigens haben Untersuchungen gezeigt, dass Frauen, die gesund leben, sich regelmäßig bewegen, ausreichend schlafen und sich ausgewogen ernähren, weniger Probleme mit den Wechseljahren haben. Mit Sportarten wie Yoga oder Laufen können Sie Ihren Körper in dieser Phase der Umstellung unterstützen.

Wechseljahre: Symptome

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungstiefs: Gerät der Östrogenspiegel aus der Balance, können Wechseljahresbeschwerden ganz schön auf die Nerven gehen.

••• mehr

Sex in den Wechseljahren
Das Liebesleben in vollen Zügen genießen ••• mehr

Quellen: