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Kapitel

Die Gallenflüssigkeit: Gallensäuren ermöglichen die Fettverdauung

Hauptbestandteile der Gallenflüssigkeit sind die Gallensäuren, die in der Leber aus Cholesterin gebildet werden. Sie sind gute „Lösungsmittel“ für Nahrungsfette und sorgen dafür, dass Fette verdaut und durch die Dünndarmwand hindurch aufgenommen werden können. Die Gallenflüssigkeit enthält außerdem auch den Gallefarbstoff „Bilirubin“, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der dem Stuhl seine charakteristische Farbe verleiht. Über ein Gangsystem wird die Gallenflüssigkeit aus der Leber in die Gallenblase geleitet. Dort wird sie zwischen den Mahlzeiten gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm ausgeschüttet. Die Gallenflüssigkeit kann allerdings auch direkt von der Leber in den Dünndarm ausgeschüttet werden, sodass die Gallenblase nicht unbedingt lebensnotwendig ist.

Gestörte Fettverdauung durch Mangel an Gallenflüssigkeit

Dyspeptische Beschwerden (also Verdauungsbeschwerden) gehen häufig auf Störungen im Leber-Galle-System zurück: Wird nicht ausreichend Gallenflüssigkeit gebildet und in den Dünndarm abgegeben, kann dies eine mangelhafte Fettverdauung nach sich ziehen. Die Folge: unverdaute Nahrungsfette gelangen in den Dickdarm und werden dort durch Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen Verdauungsgase, die unter anderem zu Blähungen, Völlegefühl und Magendrücken führen können. Eine Unterstützung der Funktion von Leber und Galle ist deshalb eine bewährte Behandlungsstrategie, wenn es um die schnelle und zuverlässige Beseitigung von Verdauungsbeschwerden geht.

Details zu weiteren Verdauungsorganen und ihren Aufgaben lesen Sie hier:

Häufige Beschwerden

Blähungen, Völlegefühl & Co. 

Gelegentliche oder chronische Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Blähungen, Magendrücken oder Völlegefühl sind weit verbreitet. Lesen Sie hier alles über häufige Beschwerden, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten: