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Kapitel

Giftstoffe (z. B. Alkohol) oder Medikamente werden in der Leber abgebaut und für die Ausscheidung über die Niere oder den Darm vorbereitet – die Leber ist somit die wichtigste „Entgiftungsstation“ im Körper. Eine weitere wichtige Aufgabe kommt der Leber im Rahmen der Fettverdauung zu: In den Leberzellen wird die Gallenflüssigkeit gebildet, die hauptsächlich aus Gallensäuren besteht. Die Gallensäuren dienen dazu, die Nahrungsfette im Dünndarm zu emulgieren, also löslich zu machen. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Nahrungsfette in kleinere Einheiten gespalten und durch die Dünndarmwand hindurch aufgenommen werden können.

Störungen

Eine beeinträchtige Leberfunktion gilt als wichtige Ursache für Fettverdauungsstörungen, die sich durch typische Beschwerden wie Völlegefühl, Magendrücken oder Blähungen bemerkbar machen. Denn ist die Bildung der Gallenflüssigkeit in der Leber beeinträchtigt, können Nahrungsfette nicht optimal verdaut werden.

Liegt allerdings eine Grunderkrankung der Leber vor (meist kommen dann je nach Krankheitsbild charakteristische Symptome hinzu), gilt es diese ursächlich zu behandeln.
Lebererkrankungen können unter anderem durch Viren, Alkohol und andere Lebergifte verursacht werden. Aber auch Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes), Übergewicht oder Autoimmunerkrankungen, bei denen das eigene Immunsystem die Leberzellen angreift, können die Leberfunktion beeinträchtigen.

Details zu weiteren Verdauungsorganen und ihren Aufgaben lesen Sie hier:

Häufige Beschwerden

Blähungen, Völlegefühl & Co. 

Gelegentliche oder chronische Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Blähungen, Magendrücken oder Völlegefühl sind weit verbreitet. Lesen Sie hier alles über häufige Beschwerden, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten: