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Blähungen können aber auch regelrecht festsitzen und dementsprechend mit dem Gefühl eines stark aufgeblähten Bauchs verbunden sein. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von Meteorismus. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen von Blähungen zählen typische dyspeptische Beschwerden wie zum Beispiel Völlegefühl, Magenbeschwerden oder Übelkeit.

Ursachen von Blähungen und Blähbauch

Häufig führen bestimmte Lebensmittel wie Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Linsen, Erbsen), Kohlsorten, Zwiebeln und Knoblauch zu Blähungen. Auch hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder Kaugummikauen können vorübergehend für zu viel Luft im Verdauungstrakt sorgen. Treten die Blähungen und ggf. auch ein aufgeblähter Bauch allerdings häufiger und ohne konkret erkennbaren Auslöser auf, kann auch eine gestörte Verdauung dahinter stecken. Darüber hinaus können Blähungen beispielsweise auch durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Milchzuckerunverträglichkeit, Zöliakie) und Erkrankungen der Verdauungsorgane (z. B. Reizmagen oder Reizdarmausgelöst) werden. Gelegentlich können Blähungen auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Was tun bei Blähungen und Blähbauch?

Im Vordergrund der Behandlung von Blähungen sollten das Erkennen und das Vermeiden der Auslöser stehen. Zunächst sollte genau beobachtet werden, wann die Beschwerden auftreten, ob sie sich nach bestimmten Speisen häufen und wie lange sie anhalten. Leichtere Beschwerden, die durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten (z. B. hastiges Essen, blähende Lebensmittel) ausgelöst werden, sind in der Regel harmlos. Dann reicht es meist aus, die problematischen Lebensmittel zu meiden und ausreichend Zeit für die Mahlzeiten einzuplanen. Zur Linderung akuter Beschwerden nach einer Mahlzeit können ein Verdauungsspaziergang, entblähende Tees (z. B. Fenchel, Anis, Kümmel), Bitterkräuter (z. B. Beifuß oder Engelwurz), leichte Bauchmassagen oder eine Wärmflasche eingesetzt werden. Darüber hinaus stehen für die symptomatische Behandlung von Blähungen sogenannte Entschäumer (z. B. Simeticon) zur Verfügung, die die Gase im Verdauungstrakt auflösen können.

Als ursächliche Behandlungsstrategie bei dyspeptischen Beschwerden hat sich eine sanfte Aktivierung des Verdauungssystems mit Artischocken-Extrakten bewährt: Nicht nur Blähungen, sondern auch andere dyspeptische Beschwerden wie z. B. Völlegefühl und Magendrücken, können so rasch gelindert werden. Liegt den Beschwerden eine andere Erkrankung zugrunde, leitet der Arzt nach einer gründlichen Diagnose die geeigneten Behandlungsmaßnahmen ein.

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann eine Ernährungsberatung dabei helfen, die Auslöser zu meiden.

Wann zum Arzt?

Blähungen sind unangenehm und lästig, in den meisten Fällen aber harmlos. Auf Basis einer geeigneten Selbstmedikation sowie entsprechenden Maßnahmen im Hinblick auf Ernährung und Lebensführung können die Beschwerden meist zuverlässig gelindert werden. Wenn allerdings starke Blähungen insbesondere in Verbindung mit anderen, ungewöhnlichen Beschwerden, plötzlich oder auch regelmäßig ohne erkennbare Auslöser auftreten, sollten die zugrundeliegenden Ursachen ärztlich abgeklärt werden.

Lesen Sie mehr über die wichtigsten Symptome einer gestörten Verdauung:

Unsere Verdauung

Unsere Verdauung ist ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlichster Organe mit spezifischen Aufgaben. Und so komplex dieses System, so störanfällig und sensibel ist es auch. 

Insbesondere wenn Leber und Galle nicht richtig arbeiten und die Fettverdauung ins Stocken gerät, sind Verdauungsbeschwerden oft nicht weit.