Störungen im Leber-Galle-System: Häufige Ursache für Verdauungsbeschwerden
Das Leber-Galle-System spielt im Rahmen der Verdauung, insbesondere bei der Fettverdauung eine zentrale Rolle. So ist die Leber u.a. für die Produktion der Gallenflüssigkeit verantwortlich, die für die Fettverdauung im Dünndarm unerlässlich ist. Täglich bildet die Leber ungefähr 500 bis 700 Milliliter Gallenflüssigkeit, die ganz nebenbei auch noch die Ausscheidung von nicht oder schwer wasserlöslichen Substanzen (z. B. Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffs, Medikamente), die nicht über die Niere ausgeschieden werden können, unterstützt.
Die Gallenflüssigkeit: Gallensäuren ermöglichen die Fettverdauung
Hauptbestandteile der Gallenflüssigkeit sind die Gallensäuren, die in der Leber aus Cholesterin gebildet werden. Sie sind gute „Lösungsmittel“ für Nahrungsfette und sorgen dafür, dass Fette verdaut und durch die Dünndarmwand hindurch aufgenommen werden können. Die Gallenflüssigkeit enthält außerdem auch den Gallefarbstoff „Bilirubin“, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der dem Stuhl seine charakteristische Farbe verleiht. Über ein Gangsystem wird die Gallenflüssigkeit aus der Leber in die Gallenblase geleitet. Dort wird sie zwischen den Mahlzeiten gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm ausgeschüttet. Die Gallenflüssigkeit kann allerdings auch direkt von der Leber in den Dünndarm ausgeschüttet werden, sodass die Gallenblase nicht unbedingt lebensnotwendig ist.
Gestörte Fettverdauung durch Mangel an Gallenflüssigkeit
Dyspeptische Beschwerden (also Verdauungsbeschwerden) gehen häufig auf Störungen im Leber-Galle-System zurück: Wird nicht ausreichend Gallenflüssigkeit gebildet und in den Dünndarm abgegeben, kann dies eine mangelhafte Fettverdauung nach sich ziehen. Die Folge: unverdaute Nahrungsfette gelangen in den Dickdarm und werden dort durch Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen Verdauungsgase, die unter anderem zu Blähungen, Völlegefühl und Magendrücken führen können. Eine Unterstützung der Funktion von Leber und Galle z.B. auf Basis von Artischockenextrakten ist deshalb eine bewährte Behandlungsstrategie, wenn es um die schnelle und zuverlässige Beseitigung von Verdauungsbeschwerden geht.
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Blähungen, Völlegefühl & Co.
Gelegentliche oder auch chronische Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Blähungen, Magendrücken oder auch Völlegefühl sind weit verbreitet. In vielen Fällen liegt eine Fehlfunktion der Verdauung vor (Dyspepsie), die nicht immer eine organische Ursache haben muss (funktionelle Dyspepsie).
Lesen Sie hier alles über häufige Beschwerden, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
→ Wenn die Verdauung streikt
→ Völlegefühl
→ Blähungen und Blähbauch
→ Magenbeschwerden
→ Übelkeit
→ Verstopfung
→ Durchfall
Schnelle und zuverlässige Hilfe bei Verdauungsproblemen
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Die besten Tipps
Was tun bei bei Völlegefühl, Blähungen & Co.?
Wenn die Verdauung streikt, können Sie unterstützend einiges tun, um die lästigen Beschwerden schneller wieder loszuwerden.
→ Die besten Tipps bei Verdauungsbeschwerden
Verdauungsproblemen vorbeugen
Die besten Tipps zur Vorbeugung
Bestimmte Lebensmittel, aber auch ungünstige Gewohnheiten wirken sich oftmals negativ auf Magen und Darm aus. Erfahren Sie, was Sie selbst tun können, damit Ihre Verdauung nicht aus dem Takt gerät.
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Autor: Tatiana Schmid
Letzte Änderung: 16.12.2011
Quellen:
- I. Elmadfa, C. Leitzmann. Ernährung des Menschen. 3. Auflage. UTB-Verlag
- G. Rehner, H. Daniel. Biochemie der Ernährung. 2. Auflage. Spektrum-Verlag
Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 16.08.2012

