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Durchfall


Durchfall liegt vor, wenn der Stuhlgang häufiger als dreimal pro Tag erfolgt und die Konsistenz des Stuhls flüssig oder wässrig ist. Mitunter kann auch die Stuhlmenge erhöht sein. Ein akuter Durchfall dauert in der Regel nur drei Tage, höchstens aber zwei Wochen. Besteht der Durchfall länger als 14 Tage, wird er als anhaltender Durchfall bezeichnet. Ab einer Dauer von vier Wochen liegt die chronische Form vor. Häufig klagen die Betroffenen auch über zum Teil krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Insbesondere im Rahmen von Infektionen kann es auch zu Fieber kommen.

Verdauungsprobleme

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Ursachen von Durchfall
Beim Durchfall handelt es sich zunächst einmal um eine sehr sinnvolle Reaktion des Körpers, die den Körper vor Schadstoffe oder Krankheitserregern aus der Nahrung schützen soll: Er dient dazu, „Krankmacher“ wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Gifte möglichst schnell aus dem Körper auszuscheiden.

Akuter Durchfall tritt meist infolge von Virus- oder bakteriellen Infektionen auf, kann aber auch durch bestimmte Lebensmittel und Getränke (z. B. unreifes Obst, Süßstoffe, Fruchtsäfte) oder psychische Faktoren wie Aufregung oder Stress verursacht werden.

Chronischer Durchfall kann beispielsweise durch Erkrankungen des Verdauungstraktes (z. B. Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeiten) oder eine Schilddrüsenerkrankung bedingt sein. Auch Antibiotika sind als Auslöser von Durchfall bekannt. Der Grund liegt in der negativen Beeinflussung der Darmflora.

Was tun bei Durchfall?
Liegt dem Durchfall eine bakterielle Infektion zugrunde, wird der Arzt in der Regel ein Antibiotikum verordnen. Bei anderen Erkrankungen wählt er die geeigneten Behandlungsmaßnahmen nach einer gründlichen Diagnose.

Akute Durchfälle verschwinden in vielen Fällen von alleine wieder. Maßnahmen zum Ausgleich der Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste - bei leichteren Durchfällen eignen sich teeinfreie Tees mit Kamille, Pfefferminze oder Fenchel in Kombination mit leichter Kost (z. B. Salzstangen, Zwieback, leichte Gemüsesuppen, Hafer- oder Reisschleim) - sind dann in der Regel ausreichend.

In schwereren Fällen sollten spezielle Elektrolytlösungen eingesetzt werden. Zusätzlich können Gerbstoffe aus Blutwurz und Pektin (z. B. in Apfelschale oder Bananen) zur Genesung beitragen. Bei Durchfall sollten schwerverdauliche, fette oder scharfe Speisen, Milchprodukte, süßstoffhaltige Getränke sowie Kaffee, Alkohol und Nikotin gemieden werden.

Wann zum Arzt?
Bei plötzlich auftretenden Durchfällen, die mit anderen Beschwerden wie Fieber, körperlicher Schwäche oder auffälligen Veränderungen des Stuhls (z. B. Blut, Eiter) einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Insbesondere nach einem Aufenthalt in den Tropen sollte man bei Durchfall zur Sicherheit einen Arzt konsultieren. Auch bei anhaltenden oder immer wieder auftretenden Durchfällen sollte ein Arzt die Ursache abklären.



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DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung
Autor: Tatiana Schmid
Letzte Änderung: 16.12.2011

Quellen: 

  • A. Schweiger, K. Markwalder, M. Vogt. Infektiöse Diarrhoe. Epidemiologie, Klinik und Diagnostik. Schweiz Med Forum 2005;5:714–723
  • http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2005/2005-27/2005-27-170.PDF
  • Ludwig T. Heuss, Ursula Flückiger. Akute Diarrhoe – Differentialdiagnose und Therapie. Schweiz Med Forum Nr. 41 8. Oktober 2003
  • http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2003/2003-41/2003-41-158.PDF
  • Koppenwallner Dr., Christoph / Schaenzler Dr., Nicole (2009): Magen und Darm natürlich behandeln. Gräfe und Unzer Verlag

 

Autor: Sebastian Seydak 
Letzte Änderung am: 16.08.2012
 
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