Reizdarm
Diagnose
Darmprobleme – ein heikles Thema
Wer spricht schon gern über Verdauungsprobleme und Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang? Dies ist wohl einer der Hauptgründe, warum viele Betroffene bei Problemen wie Bauchkrämpfen, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen den Gang zum Arzt scheuen. Darüber hinaus spielt häufig auch die Angst vor einer ernsthaften Erkrankung eine Rolle, wenn Betroffene die Sprechstunde meiden.
Dabei ist der Besuch beim Hausarzt oder bei einem Gastroenterologen wesentlich, wenn Sie langfristig Ihre Bauchbeschwerden in den Griff bekommen wollen. Denn dieser kann anhand eingehender Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und entsprechend sicher die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ stellen – der erste wichtige Schritt, um die passende Therapie einzuleiten.
Die Krankengeschichte als Grundlage
Das eingehende Gespräch zwischen Arzt und Patient und die dabei erfolgende Erhebung der Krankengeschichte bildet die Grundlage für die Diagnosestellung.
Folgende Fragen werden in der Regel gestellt:
- Welche Symptome treten bei Ihnen auf?
- Wann treten die Symptome überwiegend auf?
- Wie oft treten die Symptome auf?
- Seit wann leiden Sie bereits an den Beschwerden?
- Liegen bereits bekannte Erkrankungen vor?
- Wie würden Sie Ihre Lebenssituation beschreiben? (Stress, seelische Belastungen)
- Werden Medikamente eingenommen? Wenn ja, welche?
Reizdarm A-Z
→ Reizdarm Überblick
→ Reizdarm Symptome
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→ Reizdarm Therapie
→ Reizdarm Ursachen
→ Reizdarm Glossar
Was wirklich hilft
Schnelle und verträgliche Hilfe
Die gezielte und schnelle Bekämpfung von Bauchschmerzen und -krämpfen steht im Mittelpunkt der Reizdarmsyndrom Therapie.
→ Lesen Sie, was schnell hilft
Beschwerde-Tagebuch
Hilfreich ist es, über einen gewissen Zeitraum ein Beschwerdetagebuch zu führen, um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern.
→ Beschwerdetagebuch Download
Machen Sie sich also vor dem Gang zum Arzt idealerweise einige Notizen.
Hilfreich ist es, über einen gewissen Zeitraum ein → Beschwerdetagebuch zu führen. Hier können Sie genau notieren, nach welchen Mahlzeiten und in welchen Situationen die Beschwerden verstärkt auftreten. Das hilft dem Arzt bei der Diagnosefindung.
Die Rom-III-Kriterien
Mediziner haben sich darauf verständigt, sich für die Diagnose funktioneller Störungen des Magen-Darm-Trakts einheitlich an den so genannten Rom-III-Kriterien zu orientieren. Diese wurden erstmals 1992 nach einer Gastroenterologen-Konferenz in Rom veröffentlicht und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Entsprechend der zuletzt aktualisierten Kriterien aus dem Jahr 2006 wird dann die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt, wenn folgende Faktoren zutreffen:
- Immer wiederkehrende Bauchschmerzen oder Überempfindlichkeit im Magen-Darm-Bereich
- Symptombeginn mindestens 6 Monate vor der Diagnose
- Symptome traten an mindestens drei Tagen pro Monat während der letzten drei Monate auf und gehen einher mit mindestens zwei der folgenden Symptome:
- Besserung der Beschwerden nach dem Stuhlgang
- Änderung der Stuhlfrequenz (Häufigkeit des Stuhlgangs)
- Änderung der Stuhlkonsistenz und der Stuhlform
Andere Ursachen müssen ausgeschlossen werden
Doch allein die Erfüllung dieser Kriterien ist in der Regel noch nicht ausreichend, um die Diagnose Reizdarm definitiv zu stellen. Zuvor müssen organische Ursachen, die für die Beschwerden verantwortlich sein könnten, ausgeschlossen werden. Denn nur so kann herausgefunden werden, ob nicht doch eine Grunderkrankung wie beispielsweise eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) oder eine andere Erkrankung, die den Magen-Darm-Trakt betrifft, Auslöser der Beschwerden ist. Auch eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) kann reizdarmähnliche Symptome auslösen.
Gängige Untersuchungsverfahren
Zunächst erfolgt in der Regel eine körperliche Untersuchung (Abtasten und Abhören von Darmgeräuschen mit Stethoskop).
Des Weiteren werden unter anderem folgende Untersuchungsverfahren zum Ausschluss anderer Erkrankungen herangezogen:
- Atemtest auf Laktose- oder Fruktoseintoleranz (Nahrungsmittelunverträglichkeit)
- Laboruntersuchung (Blutbild auf Leber- und Nierenwerte, Elektrolyte, Schilddrüsenwerte)
- Magen- oder Darmspiegelung
- Stuhluntersuchung
- Ultraschalluntersuchung
- Röntgenuntersuchung (mit Kontrastmittel)
- Computertomographie
→ zur Therapie des Reizdarmsyndroms
Selbsttest: Reizdarm-Check

Immer wieder Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe?
Ursache unklar?
Machen Sie den Reizdarm-Check
Es könnte sich um ein Reizdarmsyndrom handeln.
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Haben Sie Fragenzum Reizdarmsyndrom?
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Diese Lebensmittel machen es dem Darm schwer

Achten Sie auf Ihre Ernährung
Grundsätzlich gilt: Wer am Reizdarm-
syndrom erkrankt ist, kann selbst einiges dazu beitragen, um die Beschwerden in Maßen zu halten. So kommt es zum Beispiel auf die richtige Ernährung an.
→ Lebensmittel, die Sie reduzieren sollten
5 Tipps & Tricks beim Reizdarmsyndrom

Die besten Tipps bei Reizdarm
Eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Bewegung und auch bewussten Phasen der Entspannung kann Ihnen helfen, die Beschwerden des Reizdarmsyndroms zu reduzieren.
→ Tipps beim Reizdarmsyndrom
Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 06.08.2012

