Wadenkrämpfe
Diagnose
Treten Wadenkrämpfe wiederholt auf, kann es sinnvoll sein einen Arzt aufzusuchen. Er wird sich die Symptome und den Verlauf der Krankengeschichte (Anamnese) genau schildern lassen. Daneben wird er den Patienten körperlich untersuchen. Wenn eine offensichtliche Überbelastung der Wadenmuskeln ausgeschlossen werden kann, müssen andere Ursachen überprüft werden:
- Blutuntersuchung: Ein Magnesiummangel kann anhand der Elektrolytwerte festgestellt werden. Stoffwechselstörungen wie beispielsweise Diabetes können anhand des Blutzuckerwertes und genauer – mittels des HbA1c-Wertes (Maß für den durchschnittlichen Blutzuckerwert) diagnostiziert werden.
- Blutzuckerschnelltest: Dieser gibt erste Hinweise auf überhöhte Blutzuckerwerte. Sicherheit kann zusätzlich der Glukose-Toleranz-Test geben.
- Anhand von neurologischen Beschwerden wie Taubheit, Kribbeln oder Sensibilitätsstörungen kann der Arzt auf eine mögliche bandscheibenbedingte Nervenwurzelreizung schließen. Bildgebende Verfahren wie die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie können die Verdachtsdiagnose erhärten.
- Bei erhöhten Entzündungszeichen (im Blut und im Gewebe) ist eine Muskelbiopsie zum Ausschluss einer chronischen Muskelentzündung nötig.
- Der Verdacht auf Durchblutungsstörungen lässt sich mittels einer Ultraschalluntersuchung oder einer Gefäßdarstellung überprüfen.
- Kardiovaskuläre Untersuchungsmaßnahmen wie die Herzultraschalluntersuchung oder das Elektrokardiogramm (EKG) geben direkte und indirekte Hinweise auf mögliche Durchblutungsstörungen.
Wadenkrämpfe
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Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 11.04.2013

