Halsschmerzen
Überblick
In der Regel fängt es mit einem Kratzen im Hals und einer belegte Stimme an. Oft folgen Schluckbeschwerden, Heiserkeit und Schmerzen beim Sprechen. Die Rede ist von Halsschmerzen.
Halsschmerzen äußern sich meist durch eine schmerzhafte Rötung und Schwellung im Rachen. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Krankheit, vielmehr sind Halsschmerzen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ein Symptom, das durch verschiedene mögliche Ursachen ausgelöst werden kann.
Für akute Halsschmerzen sind häufig Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien verantwortlich. Außerdem können die typischen Beschwerden infolge einer Überbelastung der Stimme, aufgrund einer Reizung der Atemwege (z.B. Rauchen, trockene Luft, klimatisierte Räume, schädliche Gase bzw. Chemikalien) oder durch Erkrankungen im Bereich der Atemwege entstehen.
Je nach Lokalisation der Halsschmerzen spricht man von unterschiedlichen Krankheitsbildern z.B.:
- Mandelentzündung: Entzündung der Gaumenmandeln
- Pharyngitis: Entzündung der Rachenschleimhaut
- Laryngitis: Stimmband- bzw. Kehlkopfentzündung
- Luftröhrenentzündung: Entzündung der Luftröhrenschleimhaut
Bei Halsschmerzen handelt es sich also meist um Entzündungsreaktionen.
Was genau geschieht im Körper bei einer Entzündung?
Trotz der vielen Beschwerden, die eine Entzündung mit sich bringt, dient der entzündliche Prozess dem Schutze des Organismus – es ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf einen schädigenden Reiz. Ziel dieser Reaktion ist, die Verursacher der Gewebsschädigung (z.B. Viren, Bakterien, schädigende Umweltsubstanzen, Zigarettenrauch) auszuschalten, die Abfallstoffe zu beseitigen und die Wundheilung zu fördern. Diese mit dem Entzündungsgeschehen verbundenen Aufgaben werden von unserem Immunsystem bewältigt. Dieser „Abwehr-Kampf“ des Immunsystems macht sich in der Regel durch Schmerzen, Rötung, Erwärmung und Schwellung der Schleimhaut bemerkbar.
Bei einer akuten Entzündung führt die lokale Schädigung unmittelbar zu einer Freisetzung von körpereigenen Stresshormonen und Entzündungsmediatoren (Botenstoffe, die das Entzündungs-geschehen einleiten). Um die schädigenden Substanzen (z.B. bakterielle Erreger) schneller abzutransportieren, werden die Schleimhäute z.B. im Hals als natürliche Reaktion stärker durchblutet. Das Gewebe schwillt an, gleichzeitig kommt es zu einer Rötung und Erwärmung.
Durch das Anschwellen des Gewebes werden Schmerzrezeptoren in der Schleimhaut unter Druck gesetzt. Die Reize werden über Nervenleitungsbahnen an das Gehirn gemeldet. Auf diese Weise empfinden wir die Entzündungsreaktion – z.B. im Hals – letztendlich als Halsschmerz.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen?
Halsschmerzen, die im Zusammenhang mit einer harmlosen Erkältung auftreten, klingen in der Regel innerhalb von sieben Tagen vollständig ab. Bei Halsschmerzen, die mit Luftnot, starken Schluckbeschwerden und hohem Fieber einhergehen oder länger als eine Woche andauern, ist es ratsam, den Hausarzt oder einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen.
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Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 25.01.2013


