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Kapitel

Grundsätzlich werden drei Typen von Muskelkrämpfen unterschieden:

  • Plötzlich auftretende Krämpfe, die keine spezifische Ursache haben
  • Krämpfe aufgrund von Flüssigkeits- bzw. Mineralstoffmangel (z.B. bei Durchfallerkrankungen, Erbrechen oder Abführmittelmissbrauch)
  • Krämpfe, die aufgrund von Grunderkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Schaufenster-krankheit,  Nervenschädigungen der Bandscheiben) auftreten.

Die Gründe für gelegentlich auftretende Wadenkrämpfe können vielfältig sein:

  • Ungewöhnlich starke Belastung der untrainierten Beinmuskulatur z.B. durch lange Wanderungen, intensive sportliche Betätigung oder eine durchtanzte Nacht Kaltes Wasser beim Schwimmen Dauerhafte Fehlbelastungen, die zu Störungen und Fehlbildungen des Fußgewölbes (z.B. Senkfuß oder Spreizfuß) führen
  • Verschiebungen im Mineralstoffhaushalt: Ein Ungleichgewicht von Magnesium und Kalzium an den Schaltstellen der Nerven, das heißt zu wenig Magnesium und zu viel Kalzium im Verhältnis, kann bewirken, dass in sehr kurzer Zeit viele Reize an den Muskel abgegeben werden. Die Folge ist ein Zusammenziehen des Muskels (Muskelkrampf). Vor allem Heranwachsende, Leistungssportler, Schwangere und Stillende können aufgrund ihres erhöhten Mineralstoffbedarfs unter gelegentlichen Muskelkrämpfen leiden.

Ursachen für häufige Wadenkrämpfe

Flüssigkeitsmangel, etwa bei Neigung zu starkem Schwitzen, Missbrauch von Abführmitteln oder durch die Einnahme von blutdrucksenkenden Entwässerungstabletten (Diuretika) Wadenkrämpfe, die häufig bzw. in regelmäßigen Abständen auftreten, können folgende Ursachen haben:

  • Krampfadern, Übergewicht
  • Verengungen der Blutgefäße beispielsweise bei der Schaufensterkrankheit (Arterielle Verschlusskrankheit)
  • Entzündungen der oberflächlichen Beinvenen (Thrombophlebitis)
  • Tiefe Beinvenenthrombose
  • Neurologische Störungen (z.B. bei Diabetes mellitus, Borreliose, chronische Polyneuropathie)
  • Bandscheibenschäden
  • Muskelerkrankungen, Muskelverletzungen
  • Stoffwechsel-bzw. Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenerkrankungen)
  • Alkoholkrankheit
  • Epilepsie (selten)
  • Exsikkose (Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers), v.a. bei Senioren
  • Strikte Diäten und Hungerkuren, Mangelernährung bzw. zu einseitige Ernährung (z.B. durch Fastfood)
  • Medikamente, z.B. Kortison, Hormonpräparate

 

Bei plötzlich auftretenden, starken und anhaltenden Schmerzen in einem Bein sollte man immer daran denken, dass eine tiefe Beinvenenthrombose vorliegen könnte! Als Zeichen der Entzündung ist die Haut über der Thrombose in der Regel rot verfärbt, überwärmt und geschwollen.

Muskeln & Gelenke A-Z

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