ZUR ÜBERSICHT

 

Doch egal, um welche Art von Schmerz es sich handelt. Eines steht fest: Schmerzen können den Alltag der Betroffenen zur Qual machen.

Dies gilt insbesondere für Rückenschmerzen – heute eine wahre Volkskrankheit. Schätzungen zufolge haben es rund 20 Millionen Deutsche regelmäßig „im Kreuz“ oder klagen über Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass wir einen Großteil unseres Alltags sitzend verbringen – im Büro ebenso wie am Feierabend auf der Couch. Aufgrund des Bewegungsmangels wird unsere Rückenmuskulatur kaum beansprucht – ihr fehlt schlichtweg das Training. Insofern wird auch ihre stützende Funktion immer mehr beeinträchtigt. Auch Fehlhaltungen, falsches Tragen und Heben sowie ungesundes Schuhwerk kann dazu beitragen, dass sich Muskelverspannungen und Nervenblockaden entwickeln.

Rückenschmerzen können Depression auslösen

Das Problem: Treten die Schmerzen immer wieder oder auch anhaltend auf, schlägt sich das auch auf die Seele nieder. Experten gehen sogar davon aus, dass Rückenschmerzen, die länger als drei Monate andauern, bei 60 Prozent der Betroffenen eine Depression auslösen. Und steht die Psyche unter Druck, kann sich das wiederum auf eine erhöhte Anspannung der Muskulatur auswirken – der Schmerz verstärkt sich. Ein Teufelskreis, der durch Stress und Überforderung noch begünstigt wird.

Doch es ist nicht nur die Psyche und eine kontinuierliche Anspannung, die den Teufelskreis Schmerz aufrecht erhält. Hinzu kommt, dass viele Schmerzpatienten dem Schmerz ausweichen wollen, indem sie eine ungünstige Schonhaltung einnehmen, statt mit gezielten und einfachen Übungen die Rückenmuskulatur zu stärken. Diese Schonhaltung allerdings kann dazu führen, dass sich die Verspannung noch zusätzlich verstärkt. Neue Schmerzen sind dann die unangenehme Folge.

Es lohnt sich also, Schmerzen gezielt und frühzeitig zu behandeln bzw. rechtzeitig vorzubeugen. Zum Beispiel mit gezielten Übungen, die die Muskulatur unseres gesamten Körpers auf sanfte und einfache Art kräftigen können. Starke Muskeln – der beste Schutz vor dem Schmerz.