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Kapitel

Untersuchungen bei Rheuma

Abgesehen von den typischen körperlichen Merkmalen gibt es eine Reihe diagnostischer Methoden, die den Krankheitsbefund absichern können:

  • Entzündungszeichen im Blut: Unspezifische Entzündungszeichen wie das erhöhte C-Reaktive Protein (CRP-Wert), die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BKS) und das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) unterstützen die Diagnose. Eine Erhöhung dieser Werte ist allerdings nicht maßgeblicher und sicherer Indikator für die Diagnose: Rheumatoide Arthritis
  • Rheumafaktor: Ein positiver Rheumafaktor (Eiweißstoff im Blut) kann ein weiteres Anzeichen für die Krankheit sein. Um diesen Faktor korrekt zu interpretieren, sind Fachwissen und lange Erfahrung auf diesem Gebiet nötig, da der Faktor bisweilen auch bei Viruserkrankungen, bösartigen Tumorerkrankungen oder gesunden Menschen nachgewiesen werden kann.
  • Bildgebende Verfahren: Röntgen- und Kernspin-Tomographie-Untersuchungen sind wichtiger Teil der Rheuma Diagnostik. Werden mittels dieser Verfahren Veränderungen an mehreren Gelenken entdeckt, weist dies zumeist auf eine Erkrankung an Rheumatoider Arthritis hin.. Auch Ultraschalluntersuchungen können eingesetzt werden, um Gelenkergüsse und Entzündungen zu erkennen, die möglicherweise Hinweis auf eine Erkrankung an Rheumatoider Arthritis geben.

 

Zu den spezifischen Erkennungszeichen für Rheumatoide Arthritis zählt der Nachweis von Antikörpern gegen citrullinierte Protein Antigene, den sogenannten „ACPAs“. Werden diese Eiweißstoffe im Blut zusätzlich zu weiteren genannten typischen Merkmalen nachgewiesen, so ist die Diagnose sicher.

Wichtige Kriterien für Rheuma-Diagnose

Das American College of Rheumatology hat Kriterien erstellt, die der Diagnosefindung dienlich sind. Wenn vier oder mehr der unten genannten Kriterien beim Patienten festgestellt werden können, ist mit Sicherheit von Rheumatoider Arthritis auszugehen:

  • Morgensteifigkeit der Gelenke über mehrere Wochen
  • Entzündliche Veränderungen und Schwellungen an mindestens drei Gelenken
  • Schmerzen, Rötung und Erwärmung der Hand- und Fingergelenke
  • Spiegelgleiche Schwellung der Gelenke an beiden Körperhälften
  • Rheumaknoten
  • Positiver Nachweis von Rheumafaktoren
  • Typische Abweichung der Fingergrundgelenke von der Norm
Muskeln & Gelenke A-Z

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