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Kapitel

Das Anamnese Gespräch

Zunächst ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt – idealerweise einem Neurologen – wichtig, um ihn umfassend über Beschwerden und die Krankheitsgeschichte zu informieren.
Unter anderem stellt der Arzt folgende Fragen zur Krankheitsgeschichte:

  • Wie würden Sie das Gefühl in den Beinen beschreiben?
  • Tritt das Gefühl auch in den Armen auf?
  • Wann sind die Missempfindungen besonders stark ausgeprägt? Treten die Beschwerden vor allem in Ruhe und beim Einschlafen auf?
  • Bessern sich die Beschwerden bei Bewegung? Verspüren Sie häufiger einen unangenehmen Bewegungsdrang?
  • Haben Sie häufig Muskelkrämpfe?
  • Beobachten Sie häufig unwillkürliche Muskelzuckungen, die Sie auch nachts aus dem Schlaf schrecken?
  • Leiden Sie unter Schlafstörungen bzw. ausgeprägter Tagesmüdigkeit?
  • Wie lange liegen die Beschwerden bereits vor?
  • Gibt es bekannte Grunderkrankungen?
  • Ist in Ihrer Familie bereits ein Fall von RLS aufgetreten?
  • Nehmen Sie derzeit Medikamente wie beispielsweise Antidepressiva ein?

Körperliche Untersuchung und Blutuntersuchung bei RLS

Die Ergebnisse einer körperlichen bzw. neurologischen Untersuchung bleiben bei RLS typischerweise unauffällig bzw. lassen Rückschlüsse auf das Vorliegen einer Nervenkrankheit zu. Auf Basis einer  Blutuntersuchung lassen sich zum Beispiel folgende Störungen bzw. Grunderkrankungen ermitteln:

  • Eisenmangel
  • Niereninsuffizienz
  • Schilddrüsenstörungen

 

Nerven- und Muskeluntersuchungen runden die Untersuchungsmethoden bei Verdacht auf RLS ab.

L-Dopa Test

Das Medikament L-Dopa wurde ursprünglich zur Behandlung von Parkinson entwickelt. Doch auch bei RLS Patienten wird es erfolgreich zur Linderung der Symptome eingesetzt, was möglicherweise mit dem Vorliegen eines Dopaminmangels bei RLS zu erklären ist.
Das schnelle Ansprechen auf die Gabe von L-Dopa kann daher ein Indiz für das Vorliegen des Restless Legs Syndrom sein.

Untersuchung im Schlaflabor

Eine Untersuchung im Schlaflabor kann die Diagnostik bei RLS ergänzen. Hier lässt sich beispielsweise das Ausmaß periodischer Beinbewegungen ermitteln und Muskelzuckungen können exakt protokolliert werden. In der Regel ist bereits eine Übernachtung im Schlaflabor für aussagekräftige Ergebnisse ausreichend.

 

 

 

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