ZUR ÜBERSICHT
Kapitel
  • P - Pause: Pause einlegen! Nach der Verletzung sollten sportliche Betätigungen sofort eingestellt und weitere Belastungen vermieden werden.
  • E - Eis: Eis auflegen! Durch Kühlung verengen sich die Blutgefäße, Schwellungen und Blutungen werden verringert. Kälte lindert den Schmerz in den betroffenen Körperteilen.
  • C - Compression: Kompressen / Bandage  anlegen! Durch einen rechtzeitigen Druckverband werden Ausdehnungen von Blutungen und Schwellungen unterbunden. Dies ist besonders hilfreich bei Muskelfaserrissen, stark geschwollenen Gliedmaßen und Blutergüssen.
  • H - Hochlagerung: Bein hochlagern! Um den Blutrückfluss zu verbessern, sollte das betroffene Gelenk möglichst hoch gelagert werden. Schwellungen und damit verbundene Schmerzen werden somit gelindert.

Konservative Therapie bei Muskelverletzungen:

Die weitere Behandlung ist abhängig von der Schwere der Muskelverletzung. Ein Muskelkater, Muskelzerrungen oder unkomplizierte Blutergüsse verheilen in der Regel mit etwas Kühlung und Ruhigstellung des betroffenen Gelenks schon nach kurzer Zeit. Ihre Behandlung erfolgt daher in der Regel konservativ, d.h. ohne Operation. Gegebenenfalls können leichte Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente die Beschwerden  lindern.

Zur Ruhigstellung und Stabilisierung der betroffenen Muskelpartie ist in vielen Fällen ein sogenannter  Tape-Verband ausreichend. Abhängig von der Art des Tapings (z. B. Kinesiotape-Methode) kommt es zu einer spannungssteigernden oder spannungssenkenden Wirkung auf die Muskeln. Dabei wird die Bewegung des Patienten nicht eingeschränkt, sondern gefördert. Wichtig ist, dass der Verband fachgerecht angebracht wird!

Als sehr hilfreich haben sich zusätzlich zur konservativen Therapie krankengymnastische Anwendungen, Lymphdrainagen, Elektrotherapie oder eine Ultraschalltherapie erwiesen. Wichtig bei der Physiotherapie ist vor allem, dass die Behandlung schmerzfrei erfolgt. Gegebenenfalls müssen alternative Therapiemaßnahmen in Betracht gezogen werden.

Operative Therapie

Liegt ein Muskel(bündel)riss vor, bei dem mehr als die Hälfte des Muskelquerschnitts gerissen ist oder besteht ein sehr großer Bluterguss, so wird eine Operation in der Regel notwendig. Der Bluterguss wird ausgeräumt und die gerissenen Muskelfasern werden wieder zusammen genäht.  Nach der Operation muss der Muskel ein bis zwei Monate geschont bzw. ruhiggestellt werden, um ein erneutes Zerreißen zu vermeiden. Es folgt ein krankengymnastisches Aufbautraining der Muskeln. Die Belastung sollte nur schrittweise gesteigert werden.

Für jede Form der Verletzung von Muskeln gilt: Eine vorzeitige Belastung kann den Heilungsprozess empfindlich beeinträchtigen und Komplikationen (z.B. Narben im Muskel oder chronische Entzündung) mit sich bringen. Es ist das ratsam, den Muskel entsprechend der Anweisungen  des Arztes zu schonen und die Belastungsintensität nur langsam zu steigern.

Muskeln & Gelenke A-Z

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