ZUR ÜBERSICHT
Kapitel

Insofern spielt die sogenannte Differenzialdiagnose, also der Ausschluss anderer Erkrankungen als Ursache der Beschwerden eine zentrale Rolle.
Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) ist beim Arztbesuch der erste Schritt. Der Arzt muss dabei grundlegende Fragen klären. Zum Beispiel:

  • Wo treten die Schmerzen am Körper auf?
  • Wie lange bestehen die Schmerzen bereits? Sind die Schmerzen immer gleich stark ausgeprägt?
  • Welche weiteren Beschwerden haben Sie? Also z.B. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder auch psychische Probleme?
  • Liegen bekannte Grunderkrankungen wie beispielsweise Borreliose vor?
  • Gibt es Fibromyalgie in Ihrer Familie?

Ausschluss anderer Erkrankungen

Da die Fibromyalgie derzeit noch nicht durch Laborwerte eindeutig nachgewiesen werden kann, geht man in der Regel den indirekten Wert: Blutuntersuchungen und gegebenenfalls auch Röntgenuntersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, ob gewisse Grunderkrankungen vorliegen, die als Ursache der Beschwerden in Frage kommen.

Ausgeschlossen werden müssen zum Beispiel folgende Erkrankungen:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Osteoporose
  • Morbus Bechterew
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Borreliose

Schmerz-Check – wann liegt Fibromyalgie vor?

Die körperliche Untersuchung des Patienten spielt bei der Diagnose der Fibromyalgie ebenfalls eine wichtige Rolle. Dabei liegt der Fokus auf den sogenannten Tender Points (Druckpunkten), die im Jahr 1990 vom American College auf Rheumatology (ACR) definiert wurden.

Bei einer festgelegten Mindestanzahl dieser insgesamt 18 Tender Points (z.B. am Haaransatz, Nacken, Schultern, Hüfte, Oberschenkel und Knie) „muss“ der Patient gemäß der Definition bei leichtem Druck bereits heftige Schmerzen verspüren. Seit 2008 wurde die Mindestanzahl der ausschlaggebenden Tender Points von zunächst 11 weiter herabgesetzt, darüber hinaus wurde eine weitere wichtige Voraussetzung als Grundlage für die Diagnose FMS hinzugefügt: Generalisierte Schmerzen treten in Armen und Beinen beider Körperhälfte sowie im Rumpfbereich seit mindestens drei Monaten auf.

 

► zur Therapie von Fibromyalgie 

Muskeln & Gelenke A-Z

Muskel- und Gelenkbeschwerden treten in verschiedensten Formen auf. Gesundheitsberatung.de hat die häufigsten Krankheitsbilder bzw. Ursachen für Sie zusammengefasst. Von den Ursachen über die Symptome, die Diagnose bis hin zu Therapie-Möglichkeiten und Tipps zum Vorbeugen.

Muskelschmerzen und Gelenkbeschwerden von A-Z

So beugen Sie vor

Wie können Sie Muskel- und Gelenkbeschwerden am Arbeitsplatz vorbeugen?
Wie vermeiden Sie Muskelkater?
Und was tun bei Sportverletzungen?
Wir haben die sechs besten Tipps gegen Muskelkater, Schmerzen und Gelenkbeschwerden für Sie!

Tipps gegen Muskel- und Gelenkschmerzen

Teufelskreis Schmerz
Falsche Schonhaltung intensiviert den Schmerz ••• mehr