ZUR ÜBERSICHT
Kapitel

Schmerz zeigt sich nicht einfach auf einem Röntgenbild. Das hat zur Folge, dass Betroffene oft über Jahre hinweg von Arzt zu Arzt gehen, bis die Diagnose chronisches Schmerzsyndrom attestiert wird – der Leidensdruck in dieser Zeit verstärkt den chronischen Schmerz zusätzlich.

Zentrales Element der Diagnose ist das ausführliche Patientengespräch (Anamnese), in dem der Arzt – im Idealfall mit der Weiterbildung zum Schmerztherapeuten – die Auslöser, Schmerzentwicklung und den aktuellen Gesundheitszustand bespricht.

 

 

 

 

Diese Fragen stellt der Arzt:

  • Seit wann haben Sie die Schmerzen?
  • Wie oft treten die Schmerzen auf?
  • Wie häufig kommen die Schmerzen wieder?
  • Wo haben Sie die Schmerzen?
  • Wann treten die Schmerzen auf?
  • Wie stark sind die Schmerzen?
  • Wie fühlt sich der Schmerz an (stechend, drückend, brennend)?
  • Gibt es Faktoren, die den Schmerz direkt auslösen, verstärken oder lindern?

 

Auch weiter zurückliegende Schmerzereignisse, insbesondere in der Kindheit, sind relevant. Sie tragen dazu bei, wie wir mit Schmerzen umgehen und sie verarbeiten. Der Arzt schließt daraus, wie sich das Schmerzgedächtnis entwickelt hat und welchen Einfluss frühere Erkrankungen oder Operationen hatten.

Eine Besprechung der aktuellen sozialen Situation im Beruf und Privatleben dient zu Klärung der emotionalen Stabilität und lässt Rückschlüsse auf mögliche psychische Einflussfaktoren bei der Entstehung des chronischen Schmerzsyndroms zu.

Zuletzt zeigt eine gründliche körperliche Untersuchung, welche akuten Schmerzauslöser bestehen. Dabei ist für den Arzt auch wichtig zu wissen, wie diese bereits behandelt wurden und aktuell noch werden. 

Teufelskreis Schmerz
Falsche Schonhaltung intensiviert den Schmerz ••• mehr