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Neue Behandlungsmethoden, verbesserte Medikamente und alternative Therapieansätze haben in den vergangenen Jahren den Betroffenen chronischer Schmerzen Linderung verschafft. Der große medizinische Durchbruch lässt aber noch auf sich warten. Zumindest bis jetzt: Da Schmerz an sich eine Information der Nerven ist, die vom Gehirn bewertet wird, rückt die Schmerzverarbeitung und das Schmerzgedächtnis der Patienten in den Fokus der Forscher, die daraus neue Behandlungsmöglichkeiten ableiten. Ein innovativer Ansatz: Ist der Schmerz ursächlich bereits austherapiert, so muss am Schmerzverständnis im Kopf gearbeitet werden. B-Vitamine sollen dabei die Reizwahrnehmung bei chronischen Schmerzen wieder normalisieren.

Was sind chronische Schmerzen?

Als chronischer Schmerz wird umgangssprachlich ein Syndrom bezeichnet, bei dem Schmerzen ihre eigentliche Funktion als kurzzeitiges Warnsignal für den Körper verlieren und für die Betroffenen zu einer permanenten Belastung werden. Mediziner bezeichnen diese Schmerzen, die länger als sechs Monate andauern oder über diesen Zeitraum ständig wiederkehren, als chronisches Schmerzsyndrom oder chronische Schmerzkrankheit. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität enorm, weil sie die Mobilität einschränkt und sich auf die Psyche auswirkt.

Häufige, chronische Schmerzformen:

  • Kopfschmerzen als Migräne oder Spannungskopfschmerz
  • Rücken- und Nackenschmerzen
  • Muskelschmerzen nach Verletzung oder bei Erkrankungen wie der Fibromyalgie
  • Gelenkschmerzen bei rheumatischen Erkrankungen, Arthritis und Arthrose
Teufelskreis Schmerz
Falsche Schonhaltung intensiviert den Schmerz ••• mehr