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Kapitel

Richtig reagieren: Gelassenheit statt Hysterie

Das Wichtigste zuerst: Bei einem Kopflausbefall ist im Allgemeinen keine Panik angebracht. Denn Kopfläuse sind an sich nicht gefährlich und sie übertragen in unseren Breitengraden auch keine Krankheiten. Dennoch sollte man die Kopfläuse aktiv bekämpfen, um den lästigen Juckreiz schnell wieder loszuwerden und auch den Kreislauf der Entwicklungsstadien der Läuse zu unterbrechen. Dabei sind angeblich wirksame Hausmittel wie Mayonnaise oder Essigspülungen aus heutiger Sicht der Wissenschaft fehl am Platz.

Vielmehr gibt es heute verschiedene effektive Möglichkeiten, Kopfläuse aktiv und effektiv zu bekämpfen. Allerdings weisen Experten in Bezug auf klassische neurotoxische Insektizide auf Basis von Pyrhetrum-Extrakten und Pyrethroiden immer wieder auf die zunehmenden Resistenzen der Läuse hin.

Jedoch stehen heute auch physikalisch wirkende Kopflausmittel auf Dimeticon-Basis zur Verfügung, die Kopfläuse und Eier gleichermaßen ersticken und zudem gut verträglich sind.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlungsmöglichkeiten bei Läusen.

Einen Arzt sollten Sie insbesondere dann aufsuchen, wenn Ihr Kind sich bereits blutig gekratzt hat bzw. wenn Sie Entzündungszeichen wie zum Beispiel Eiter an den betroffenen Hautstellen bemerken. Eventuell handelt es sich um eine bakterielle Superinfektion, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

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Quellen:

  • Urban, T.: Volksplage: Läuse. FastBoock Publishing, Beau Bassin 2010
  • Keudel, H.: Kinderkrankheiten. Gräfe und Unzer Verlag, München 2006
  • Kellner, S.: Die Kopflaus. Verbreitung und Behandlung, Grin Verlag, München 2006
  • Sarkady, C.: Das große Buch der Kinderkrankheiten: Erkennen, behandeln und vorbeugen. Compact Verlag, München 2010