Kopfläuse als Parasiten
Läuse sind reichlich unangenehm. So viel steht fest. Und eigentlich wollen wir möglichst wenig mit ihnen zu tun haben. Allerdings: Je mehr man über Kopfläuse weiß, desto eher kann man sich auch vor ihnen schützen und die richtige Behandlung wählen.
Laus ist nicht gleich Laus
Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Läusen. Während der Kopflausbefall (Aufenthaltsort der Läuse ist hier das Kopfhaar, in Ausnahmefällen auch Wimpern und Augenbrauen) besonders häufig ist, können auch Filzläuse (im Scham-, Brust- und Achselhaarbereich) oder Kleiderläuse (welche, wie der Name schon sagt, in der Kleidung sitzen und somit den ganzen Körper betreffen) dem Menschen zu schaffen machen.
Allen gemein ist, dass es sich hier um Schmarotzer handelt — also um Parasiten, die das menschliche Blut zum Überleben benötigen. Und: Egal welche Laus-Art uns gerade heimsucht: Der Juckreiz, der durch den von den Läusen abgegebenen Speichel in unsere Haut verursacht wird, ist immer derselbe.
Die Kopflaus: Ein flinker Krabbler
Kopfläuse sind Insekten, die in der Regel zwischen zwei und dreieinhalb Millimeter groß werden. Entgegen der weitläufigen Meinung können Läuse nicht springen oder gar fliegen — sie haben keine Flügel. Allerdings können sie recht schnell krabbeln. So lässt sich auch erklären, warum der Kopflausbefall gerade bei Kindern in Kindergarten und Schule besonders häufig ist. Hier ebnen die Kids den Läusen geradezu den Weg: Wenn Sie beispielsweise gemeinsam im Sandkasten sitzen, ein Bild malen oder über einer Rechenaufgabe brüten. Denn hier stecken die Kleinen ihre Köpfe zusammen. Der Laus gefällt's, kann sie sich doch so bequem von einem zum nächsten Kopf begeben.
Kopfläuse A-Z
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Was wirklich hilft
Sichere und effektive Hilfe
Wer die lästigen Kopfläuse schnell wieder los werden möchte, kann heute auch physikalisch wirkende Präparate nutzen.
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Aktuelle Studienergebnisse
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Bei der Kopflaustherapie müssen es nicht immer neurotoxische Insektizide sein.
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Damit die Kopflaus überleben kann, ist sie auf menschliches Blut angewiesen. Hunde, Katzen oder andere Haustiere bieten nicht die geeigneten Lebensbedingungen — insofern können Läuse auch nicht über Haustiere übertragen werden.
Hat sich die Kopflaus aber den Weg auf die menschliche Kopfhaut gebahnt, lässt sie sich hier alle zwei bis drei Stunden unser Blut schmecken. Dabei saugt sie mit ihrem Stechsaugrüssel das Blut heraus und gibt gleichzeitig Speichel in die betroffene Stelle ab. So erklärt sich auch der Juckreiz, mit dem wir bei Kopflausbefall zu kämpfen haben.
Ohne menschliches Blut überleben die Parasiten maximal ein bis zwei Tage. Demzufolge ist auch die Übertragung über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Mützen oder Kämme eher die Ausnahme als die Regel. Ausgeschlossen werden kann eine solche Übertragung aber nicht. Insbesondere wenn ein Familienmitglied bei Ihnen bereits von Kopfläusen betroffen ist, sollten Sie daher derartige Gegenstände möglichst gründlich reinigen (Waschen bei 60 Grad oder mit heißem Wasser per Hand waschen).
Der Lebenszyklus der Kopflaus
Sind wir von Kopfläusen betroffen, dann bleibt es in der Regel nicht bei den ersten "Angreifern". Denn Kopfläuse vermehren sich rasend schnell und legen direkt am Haarschaft ihre Eier (Nissen) ab. Diese Nissen sind als kleine weißlich-bräunliche Punkte zu erkennen. Bereits innerhalb von 7-8 Tagen schlüpfen aus diesen Eiern Larven, die sich dann bereits nach weiteren zehn bis zwölf Tagen zu geschlechtsreifen Kopfläusen entwickeln. Eben diese geschlechtsreifen Läuse legen erneut Nissen ab — eine neue Läusegeneration entsteht, und das alle drei Wochen.
→ In diesem Video können Sie sich die Geburt einer Kopflaus ansehen
Moderne Behandlung von Kopfläusen: Gegen Läuse, Larven und Nissen
Bei einem Kopflausbefall muss eben dieser schnelle Vermehrungszyklus der Kopflaus möglichst unterbrochen werden. Die moderne Behandlung von Kopfläusen zielt daher nicht nur auf die Vernichtung der "erwachsenen" (adulten) Kopfläuse, sondern auf alle Entwicklungsstadien der Laus. Nur wenn auch die Larven und Nissen gezielt bekämpft werden, kann der Kopflausbefall nachhaltig, effektiv und schnell in den Griff bekommen werden.
→ zu den Symptomen des Kopflausbefalls
Mythen rund um den Kopflausbefall:
Das steckt dahinter

Mythos & Wahrheit beim Kopflausbefall
Egal ob es um Vorbeugung, Übertragung
oder Behandlung von Läusen geht – bei
Kopfläusen kennt die Bandbreite der Mythen kaum eine Grenze.
Wir sagen Ihnen, was wirklich dran ist!
→ Die hartnäckigsten Mythen bei Kopfläusen
Was tun bei Kopfläusen?
Die besten Tipps

Die besten Tipps bei Kopfläusen
Die Behandlung von Kopfläusen sollte möglichst sofort, nachdem der Befall mit Kopfläusen festgestellt wurde, begonnen werden. Darüber hinaus verhelfen ergänzende Maßnahmen zum Therapieerfolg.
→ Was tun bei Kopfläusen
- Urban, T.: Volksplage: Läuse. FastBoock Publishing, Beau Bassin 2010
- Keudel, H.: Kinderkrankheiten. Gräfe und Unzer Verlag, München 2006
- Kellner, S.: Die Kopflaus. Verbreitung und Behandlung, Grin Verlag, München 2006
- Sarkady, C.: Das große Buch der Kinderkrankheiten: Erkennen, behandeln und vorbeugen. Compact Verlag, München 2010
Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 09.11.2011

