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kann die Ausprägung der Symptome von Anfang an begrenzen. Grundsätzlich gilt: Nicht kratzen und nicht versuchen, das Gift herauszudrücken! Denn so besteht die Gefahr von zusätzlichen Infektionen.

Dagegen haben sich folgende Sofortmaßnahmen bei Insektenstichen bewährt:

  • Prüfen Sie, ob noch ein Stachel steckt – dieser sollte vorsichtig herausgezogen werden (bei Mücken ist dieser Punkt natürlich hinfällig)
  • Desinfizieren Sie die Einstichstelle
  • Kühlen Sie die betroffene Stelle- am besten mit einem kühlenden Gel aus der Apotheke. Sollten Sie kein Gel zur Hand haben, kühlen Sie z. B. mit kalten Essigwasser-Umschlägen oder mit Coldpacks. Vorsicht: Eiswürfel niemals direkt auf die Haut legen – Erfrierungsgefahr!

Mittel bei Mückenstichen & Co.

Zur weiteren Behandlung von Insektenstichen haben sich Gele aus der Apotheke bewährt. Unterschätzen Sie den Nutzen dieser Produkte nicht – denn Kratzen birgt die Gefahr zusätzlicher Infektionen. Bei vielen Insektenstichen ist eine äußerliche Behandlung ausreichend, um die Hautreaktionen — insbesondere den lästigen Juckreiz — in den Griff zu bekommen. In der Apotheke stehen verschiedene rezeptfreie Mittel bei Insektenstichen zur Verfügung. Für eine rasche Symptomlinderung haben sich u.a. kühlende Gele mit Antihistaminika bewährt.

Insektenstiche behandeln: Sonderfälle

In einigen Fällen sind Besonderheiten zu beachten.

Das gilt insbesondere bei Vorliegen einer Insektengiftallergie, aber auch ein Zeckenstich oder Mückenstiche in den Tropen erfordern ggf. spezielle Maßnahmen.

Insektengiftallergie: Behandlung

Insektengiftallergiker sollten immer ein Notfallset an Medikamenten (z. B. Antihistaminika zum Einnehmen, Kortisonpräparat, Adrenalinspritze) bei sich tragen. Das Notfallset wird vom Arzt zusammengestellt.

Die sogenannte spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann langfristig vor den gefährlichen allergischen Reaktionen schützen. Im Rahmen dieser 3-5 Jahre dauernden Therapie wird der Körper langsam an das Insektengift gewöhnt.

Sollten Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks auftreten (z. B. Atemnot, Benommenheit, Übelkeit) besteht Lebensgefahr – ein Notarzt ist zu verständigen.

Was tun bei einem Zeckenstich?

Zecken sollten grundsätzlich sofort entfernt werden, sobald sie bemerkt werden. Auf diese Weise lässt sich das Risiko einer Infektion mit Borrelien reduzieren.
Wichtig: Entfernen Sie die Zecke am besten mit einer Zeckenzange und verzichten Sie auf „Hausmittel“ wie Teebaumöl!

Sollten nach einem Zeckenstich unklare Beschwerden wie Fieber oder grippale Symptome sowie eine kreisrunde Rötung („Wanderröte“ bei Borreliose) auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen.

Mückenstich in den Tropen

Verschiedene Mückenarten in den Tropen oder Subtropen können gefährliche Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. Eine reisemedizinische Beratung und die Einhaltung verschiedener Maßnahmen zur Vorbeugung von Insektenstichen sind daher wichtig.
Treten nach Mückenstichen bzw. nach der Reise Symptome wie z. B. Fieber oder Durchfall auf, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Insektenstiche behandeln: Überblick
  • Ggf. Stachel entfernen
  • Lokal desinfizieren
  • Betroffene Stelle kühlen (z. B. mit Essigwasser-Umschlägen)
  • Nicht kratzen
  • Äußerlich anzuwendende Anthistaminika (z. B. Gele)
  • Bei Insektengiftallergie: Anthistiaminika zum Einnehmen, Kortison, Adrenalin

 

Bei Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock ist der Notarzt zu verständigen!

Pflichttext:
Soventol Gel: Wirkstoff: Bamipin[(RS)-lactat, Packungsgrößen: 20 g (N1), 50 g (N2), Anwendungsgebiete: Zur Linderung von leicht bis mittelstark ausgeprägten Reaktionen auf Insektenstiche (z. B. Mückenstiche) mit Juckreiz.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Kuhloweg 37, 58638 Iserlohn