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Deutschland Pollenallergiker sind, davon allein etwa 1 Millionen Kinder.

Der Heuschnupfen stellt sich in der Regel bei Kindern und Jugendlichen ab etwa 10 Jahren ein, aber auch immer mehr Kleinkinder sind betroffen. Nicht zuletzt mehren sich die Fälle von Menschen über 50 Jahren, die erstmalig die typischen Heuschnupfen Symptome an sich bemerken. Warum Heuschnupfen heute derart gehäuft auftritt, ist nicht abschließend geklärt.

Es gibt allerdings viele Faktoren wie Umweltschadstoffe, eine übertrieben Hygiene in Kindheitstagen sowie beispielsweise zu kurzes Stillen, die im Zusammenhang mit der Entstehung von Heuschnupfen diskutiert werden. Lesen Sie hier mehr über die Ursachen von Heuschnupfen.

Wenn juckende Augen und Niesattacken die Lebensqualität beeinträchtigen

Brennende Augen, Niesanfälle, eine verstopfte Nase und ein schwerer Kopf – wenn die Pollen fliegen, auf die man allergisch reagiert, dann geht das für Pollenallergiker häufig mit einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Die Heuschnupfen Symptome machen da einen spontanen Ausflug an den Stausee oder eine Partie Badminton im Park häufig undenkbar. Umso wichtiger zu wissen: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Heuschnupfen und die lästigen Symptome zu behandeln. Dabei reicht das Spektrum von der Hyposensibilisierung über die Gabe von chemisch-synthetischen Antihistaminika bis hin zu pflanzlichen Heuschnupfenmitteln, die die Symptome schnell und gut verträglich bekämpfen. Nicht nur eine Möglichkeit, die Lebensqualität trotz Heuschnupfen wieder herzustellen, sondern auch essentiell wichtig, um der Entstehung von allergischem Asthma auf Basis von Heuschnupfen vorzubeugen. Lesen Sie mehr über die Behandlungsmöglichkeiten bei Heuschnupfen.

Die Pollenallergie als Fehlreaktion des Immunsystems

Doch warum reagieren Pollenallergiker eigentlich auf die Pollen von Birke, Hasel & Co. so empfindlich? Andere Leute sind doch auch ständig von diesen Pollen umgeben und spüren rein gar nichts? Einer allergischen Reaktion liegt eine Fehlreaktion des Immunsystems auf an sich so harmlose Stoffe wie Nahrungsmittel, Hausstaub oder eben Pollen zu Grunde. Das Immunsystem stuft diese Stoffe als vermeintliche Feinde ein und geht in Abwehr-Position. Dabei geht der allergischen Reaktion an sich immer eine Phase der Sensibilisierung voraus, die für uns nicht wahrnehmbar verläuft. Das Immunsystem trifft erstmalig auf das Allergen und bildet ab diesem Zeitpunkt Antikörper.

Kommt es dann zu einem erneuten Kontakt mit dem Allergen, sind die Antikörper (v.a. Immunglobulin E, auch IgE abgekürzt) in Abwehrstellung und haben das Ziel die Fremdstoffe – in diesem Fall die Pollen – zu vernichten. Diese übermäßig produzierten IgE Antikörper binden im Zuge der Überreaktion an die Oberfläche der Mastzellen. Die Mastzellen sind sozusagen die "Behälter" von zahlreichen Botenstoffen, die auch für die typischen Allergie Symptome, wie juckende und brennende Augen oder eine verstopfte Nase verantwortlich sind. Diese Botenstoffe – allen voran das Histamin – werden bei dem Andocken von IgE an die Mastzellen freigesetzt und sorgen für die lästigen Heuschnupfen Symptome.
Warum das Immunsystem bei Allergikern so überempfindlich reagiert, ist bis heute nicht zu einhundert Prozent geklärt. Die Diskussion unter Wissenschaftlern läuft weiter auf Hochtouren.

Lesen Sie hier mehr über die möglichen Ursachen von Heuschnupfen.

Heuschnupfen unter Kontrolle
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Als wichtige Hilfestellung bei Heuschnupfen dienen Pollenflugkalender und Pollenvorhersage. Hier erfahren Sie, wie Sie diese und andere Helfer richtig nutzen. 

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Quellen: 

  • Prof. Dr. med. Degitz, K./ Dr. med. Dietlinde Burkhardt: Allergien. Alles was man wissen muss. Südwest Verlag, München 2006
  • Dr. Glück, W.: Allergien heilen mit Homöopathie.  Kneipp Verlag, Wien 2010
  • Dr. med. Flade, S.: Allergien natürlich behandeln. Gräfe und Unzer, München 2001
  • Landschek, I.: Allergien im Griff. Stiftung Warentest, Berlin 2010
  • Füller, I.: Allergien. Diagnose, Vorbeugung, Behandlung. Berlin 2007