Die typischen Heuschnupfen Symptome
Dass man sich bei Heuschnupfen regelrecht krank fühlt, ist keine Seltenheit. Kein Wunder - mit tränenden und juckenden Augen, Niesattacken und einem bleischweren Kopf fallen auch ganz alltägliche Arbeiten schwer und geplante Freizeitaktivitäten vom Picknick bis zum Tennis-Match müssen häufig allergiebedingt abgesagt werden. Die Pollenallergie kann die Lebensqualität also häufig empfindlich einschränken.
Die Heuschnupfen Symptome im Detail
Wie es für eine Allergie vom Soforttyp typisch ist, treten die Heuschnupfen Symptome meist bereits innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen (also den Pollen) auf. Die allergische Reaktion zeigt sich durch:
- Tränende und brennende Augen
- Bindehautentzündung der Augen (Symptome: Juckende und brennende Augen, gerötete Augen, geschwollene Augenlider, Tränenfluss)
- Juckreiz (Augen, Nase, Mundschleimhaut, Rachen)
- Allergische Rhinitits (Fließschnupfen; laufende Nase)
- Verstopfte Nase
- Niesanfälle
- Geminderter Geruchssinn und Geschmackssinn
- Husten
- Müdigkeit
- Abgeschlagenheit
- Schlappheit
- Krankheitsgefühl (ähnlich einer Erkältung)
- Selten: Fieber
Heuschnupfen und Erkältung liegen häufig näher beieinander, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Die laufende Nase, ein schwerer Kopf und Abgeschlagenheit – auch bei einer Erkältung treten ähnliche Symptome wie bei einer Pollenallergie auf und es besteht potentielle Verwechslungsgefahr.
Hier einige Unterscheidungsmerkmale, die als erste Orientierung dienen können:
- Heuschnupfen tritt saisonal auf, d.h. die Symptome zeigen sich jedes Jahr etwa um dieselbe Jahreszeit – je nachdem, auf welche Pollen man allergisch reagiert. Die Erkältung hingegen folgt keinem zeitlichen Rhythmus. Einmal davon abgesehen, dass sie uns vor allem in Herbst und Winter erwischt, also gerade dann, wenn der Pollenflug der meisten Pflanzen eingestellt ist
- Der Heuschnupfen stellt sich nach direktem Pollenkontakt und dann meist innerhalb von Minuten ein. Die Symptome kommen plötzlich und treten häufig gemeinsam auf. Eine Erkältung beginnt hingegen in der Regel eher schleichend, häufig mit einem ersten Kratzen im Hals. Erst später kommen Symptome wie Halsschmerzen oder Schnupfen dazu.
- Der Juckreiz im Bereich von Augen, Nase und Rachen ist für Pollenallergiker eines der quälendsten Symptome. Dieser Juckreiz ist bei einer Erkältung hingegen nicht typisch.
- Das Nasensekret bei Heuschnupfen ist wässrig und klar, bei einer Erkältung hat das Nasensekret eher eine gelblich bis grünliche Farbe
- Die Heuschnupfen Symptome bessern sich meist, sobald wir uns in geschlossenen Räumen aufhalten und nicht direkt in Kontakt mit den Pollen kommen. Eine Erkältung dauert im Schnitt 7 - 14 Tage, bis die Symptome endgültig abgeklungen sind.
Der Allergietest bringt Gewissheit: Heuschnupfen – ja oder nein?
Sollten Sie den Verdacht haben, dass es sich um Heuschnupfen handeln könnte, dann empfiehlt es sich, den Hausarzt bzw. einen Allergologen aufzusuchen. Dieser kann mit geeigneten Allergietests – allen voran dem Pricktest, einem recht zuverlässigen Hauttest – herausfinden, ob es sich um eine Pollenallergie handelt und vor allem, auf welche Pollen man denn eigentlich allergisch reagiert. Diese Diagnose von Heuschnupfen ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Heuschnupfen Behandlung. Denn dabei spielen neben geeigneten Heuschnupfenmitteln auch Verhaltensmaßnahmen eine wichtige Rolle, die vor allem dann eingehalten werden sollten, wenn die jeweils verantwortlichen Pollen Hochsaison haben. Insofern sollte jeder Pollenallergiker "seine" Pollen immer im Blick haben. Zum Beispiel mit Hilfe von einem Pollenflugkalender.
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Quellen:
- Prof. Dr. med. Degitz, K./ Dr. med. Dietlinde Burkhardt: Allergien. Alles was man wissen muss. Südwest Verlag, München 2006
- Füller, I.: Allergien. Diagnose, Vorbeugung, Behandlung. Berlin 2007
Letzte Änderung am: 30.03.2011
Autor: Sebastian Seydak
Letzte Änderung am: 06.08.2012

