Tipps bei Kinderkrankheiten

Eltern sollten für ihr Kind da sein, wenn es krank ist

Ein krankes Kind braucht oft viel Trost und Zuwendung durch die Eltern
(Quelle: BananaStock)

Kinderkrankheiten sind Infektionskrankheiten, die durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden und gehäuft im Kindesalter auftreten. Infektionen wie Keuchhusten, Masern oder Röteln sind hoch ansteckend. Eine Impfung schützt Ihr Kind vor den üblichen Kinderkrankheiten. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt beispielsweise eine dreifach-Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln ab dem elften Lebensmonat. Bei einigen Kinderkrankheiten bedeutet eine Infektion im Kindesalter lebenslange Immunität. Es gibt jedoch immer wieder Fälle in denen die Krankheit im Erwachsenenalter erneut ausbricht. Da diese Infektionskrankheiten im Erwachsenenalter oft asymptomatisch, das heißt ohne die typischen Anzeichen, verlaufen, werden sie oft erst spät erkannt und können zu gefährlichen Komplikationen führen.


Was Sie im Falle einer Kinderkrankheit tun können

Wenn Ihr Kind erkrankt ist, lassen Sie die Symptome durch einen Arzt abklären und gegebenenfalls Medikamente verordnen. Generell gilt: Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, können nur noch die Symptome behandelt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich ausreichend ausruht und genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Bei den meisten Erkrankungen ist keine strikte Bettruhe erforderlich. Wenn Ihr Kind dazu in der Lage ist, können Sie ruhig kurze Spaziergänge an der frischen Luft unternehmen. Achten Sie nur darauf, dass es sich nicht überanstrengt. Rennen, springen und klettern sind für ein krankes Kind zu viel des Guten. Das Kinderzimmer sollte regelmäßig gelüftet und die Bettwäsche gewechselt werden.


Suppen und breiige Nahrung wie Joghurt, Quark, Kartoffel- und Obstbreie sind für Ihr Kind bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden besser bekömmlich als trockene und feste Speisen. Bei Husten und Fieber können Brust- und Wadenwickel die Beschwerden lindern. Viele Kinder haben während einer Erkrankung ein größeres Bedürfnis nach Nähe. Die für Keuchhusten typischen hartnäckigen Hustenanfälle zum Beispiel sind vor allem für Kleinkinder oft anstrengend und beängstigend. Wenn Sie Ihrem Kind zur Seite stehen und da sind, um es zu beruhigen und zu trösten erleichtern Sie ihm die unangenehme Krankheit.


Beobachten Sie Ihr Kind aufmerksam: Sollten Symptome auftreten, die nicht zur Grunderkrankung passen, so klären Sie diese mit dem behandelnden Arzt ab.


Weitere Links zum Thema:
Impfkalender
Mumps
Masern
Röteln
Windpocken
Diphterie
Scharlach


Wenn Sie weitere Fragen zu diesen Themen haben, können Sie sich direkt an die Experten der Sprechstunde zur Kindergesundheit wenden.


Hier gehts zur Übersicht aller Tipps der Gesundheitsberatung.


Quellen:
Federspiel, K., Herbst, V.: Die andere Medizin, Stiftung Warentest, Berlin 2005
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin 2007


Autor: Sarah Liebigt 
Letzte Änderung am: 10.03.2010
 
 

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