Tipps zur Homöopathie

Homöopatische Mittel sind zum Beispiel so genannte Globuli

So genannte Globuli werden zum Beispiel aus pflanzlichen Grundstoffen oder Mineralien hergestellt
(Quelle: PIXELIO/Leonora Schwarz)

Die Homöopathie beruht auf dem Prinzip, gleiches mit gleichem zu behandeln. Bei Krankheiten werden entsprechende Wirkstoffe in stark verdünnter Form verabreicht, die bei einem Gesunden in hoher Dosis ähnliche Symptome wie die entsprechende Erkrankung auslösen würden. Die Wirkstoffe werden durch Verdünnung oder so genanntes Verschütteln sehr niedrig dosiert.


Hinweise zur Homöopathie

Ziel der Homöopathie ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Behandlungsmethoden der Homöopathie wurden bis heute oft erforscht und wissenschaftlich untersucht. Die bisherigen Studien kamen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Es gibt zum Beispiel so genannte Arzneimittelprüfungen, welche die jeweilige Wirkung eines Homöopathikums belegen. Andere Wissenschaftler weisen darauf hin, dass eine heilende Wirkung durch die starke Verdünnung der Substanzen eher unwahrscheinlich ist.


Beachten Sie, dass Sie die Einnahme von homöopathischen Mitteln stets mit einem Arzt absprechen und, abhängig von Krankheit oder Symptom, dass sie behandeln wollen, diese nur begleitend zu einer angemessenen Therapie durchführen. Eine homöopathische Behandlung kann eine Therapie nach klassischer Medizin nicht ersetzen. Dies gilt vor allem für schwere Erkrankungen und Verletzungen wie Infektionskrankheiten, Krebs, Knochenbrüche oder Verbrennungen. Als ergänzende Therapie ist sie jedoch häufig sehr gut geeignet.


Bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Verdauungsbeschwerden können homöopathische Mittel helfen. Dazu wird die Gabe von Homöopathika individuell auf die jeweilige Person und ihre Krankheitsgeschichte abgestimmt.


Mitunter empfehlen Hebammen nach der Geburt die Einnahme von bestimmten Homöopathika, die Stillproblemen vorbeugen oder den Körper in der Rückbildung unterstützen. Bei Kinderkrankheiten im Säuglings- oder Kleinkindalter werden manchmal ebenfalls so genannte Globuli empfohlen, die den Heilungsprozess beschleunigen und den kindlichen Organismus nicht so stark belasten wie Wirkstoffe der klassischen Medizin. Da Homöopathika in manchen Fällen eine so genannte Erstverschlimmerung auslösen, kann es nach der Einnahme zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. Bleiben die Symptome über sechs Stunden lang bestehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.


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Quellen:
Federspiel, K., Herbst, V.: Die andere Medizin, Stiftung Warentest, Berlin 2005
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin 2007


Autor: Sarah Liebigt 
Letzte Änderung am: 01.09.2008