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Stuhlgang mittelbraun
Braun bis mittelbraun

Weder zu hart noch zu weich und von brauner bis mittelbrauner Farbe – so sieht gesunder Stuhlgang aus. Die Farbe des Kots entsteht, wenn der grünliche Gallenfarbstoff Bilirubin im Darm verdaut wird.

Neben verschiedenen Brauntönen und einem oftmals als "Normschiss" bezeichneten mittelgroßen Häufchens aus durchschnittlich zwei "Würsten", können aber auch ganz andere Farben und Formen in der Toilette landen...

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang Rot(-braun) oder Blutspuren
Rot(-braun) oder Blutspuren?

Blut im Stuhl von Blut auf Stuhl unterscheiden

Blut im Stuhl ist ein Alarmsignal für die Darmgesundheit. Dabei ist Blut "im" Stuhl meist gar nicht zu erkennen. Als sogenanntes okkultes (verstecktes) Blut kommt es nur in kleinsten Mengen vor und färbt den Kot nicht. Diese kleinsten Bluttropfen werden von der normalerweise braunen Farbe des Stuhls überdeckt und können nur im Rahmen des Hämokkulttests zur Darmkrebsvorsorge ermittelt werden, bei dem gezielt nach Blutbestandteilen in den Darmausscheidungen gesucht wird, die auf Geschwulste und Tumore im Darm schließen lassen.

Weist das gesamte Häufchen einen rotbraunen oder gar roten Farbton auf, sind meist Farbstoffe aus Lebensmitteln für die außergewöhnliche Färbung verantwortlich, etwa Rote Bete oder rote Lebensmittelfarbe, wie sie in asiatischen oder indischen Gerichten verwendet wird. Etwa 24 Stunden nach deren Verzehr sind die Speisen durch den Darm geschleust und der Farbstoff übersteht dies fast unverdaut. 

Bei sichtbaren Bluttropfen zum Arzt gehen

Ist hellrotes Blut als Tropfen oder in schleimigen Pfropfen dem Stuhl beigemengt, ist von einer Blutung im Enddarmbereich auszugehen, etwa durch einen Darmpolypen. Auch eine eingerissene Hämorrhoide kann zu erheblichen Mengen Blut im Stuhl führen. Diese Blutung muss von einem Arzt gestillt und die Wunde gegen eine Infektion behandelt werden. Kleinere Mengen Blut am Toilettenpapier deuten auf eine trockene und gereizte Haut im Afterbereich hin.

Große Mengen an Blut im Darm färben den Stuhl nicht rot, sondern... 

(Foto: Lifeline)

 

Stuhlgang: dunkler als sonst bis schwarz
Dunkelbraun bis schwarz

... viel dunkler als gewöhnlich bis schwarz (sogenannter Teerstuhl). Dies deutet auf eine Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt hin. Das Eisen im Hämoglobin übersteht den Verdauungsprozess und färbt den Stuhl dunkel bis schwarz.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang grün grünlich
Grünlich

Grünen Kot findet man eher selten. Wenn dann eher noch bei Babys und Kleinkindern, deren Breikost anfangs aus viel Spinat oder Brokkoli besteht. Der grüne Farbstoff in den Pflanzen ist für die Färbung des Stuhls verantwortlich. Ein Phänomen, das bei Erwachsenen nur auftritt, wenn wirklich große Mengen an tiefgrünem Gemüse verzehrt werden. 

Grüner Durchfall weist auf Salmonellen-Infektion hin

Salmonellen-Infektionen lauern in der Küche an Lebensmitteln. Hühnerfleisch ist meist mit den Bakterien belastet, aber auch Eiscreme oder Gemüse kann verseucht sein, wenn es zu Unterbrechungen in der Kühlkette oder schlechter Hygiene bei Fertigung und Transport kommt. Eine Salmonellen-Infektion führt binnen Stunden nach dem Verzehr der belasteten Lebensmittel zu heftigem Durchfall. Der Gallenfarbstoff wird durch den stark verkürzten Verdauungsprozess dabei fast unverdaut mit ausgeschieden und führt zu einer Grünfärbung des Kots.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang gelb bis ockergelb
Gelb bis ockergelb

Gelber Stuhl  könnte Fettstuhl bedeuten. Der Kot ist von einer glänzenden, teils gelbklumpigen Schicht überzogen und riecht extrem übel. Nahrungsfette und Speisereste passieren den Darm unverdaut, wenn Bauchspeicheldrüse oder Galle nicht richtig funktionieren. Auch eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kann ursächlich für den Fettstuhl sein.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: lehmfarben und grau
Grau oder lehmfarben

Weißlich bis grau ist die Grundfarbe des Stuhls. Der braune Farbton kommt erst durch das Abbauprodukt der Gallenflüssigkeit (Bilirubin) in den Kot. Ist die Gallenfunktion gestört, etwa durch einen Gallenstein, der den Ausgang der Gallenblase verstopft, fehlt dem Stuhl der typische braune Farbstoff. 

Ein Tumor der Bauchspeicheldrüse kann ebenfalls zu einer helleren Färbung des Stuhls führen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Wurstförmig, länglich, mittelweich
Die normale Form der "Kackwurst"

Wurstförmig, länglich, mittelweich: So sollte Stuhl geformt sein! Der Stuhl ist nicht zu fest und nicht zu flüssig und lässt sich ohne Pressen leicht absetzen. Auch die Reinigung des Afters ist dann ganz leicht, da der Kot nicht an der Haut anhaftet.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Wurst mit Rillen und Rissen
Wurst mit Rillen und Rissen

So sieht das Produkt einer langen Sitzung aus, die unter erhöhtem Druck geführt werden muss. Kein Grund zur Besorgnis, denn der Stuhlgang ist hier nur zu fest, da Sie wahrscheinlich zu wenig getrunken haben. Vorsicht: Auf Dauer fördert das Pressen beim Koten jedoch die Entstehung von Hämorrhoiden!

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Köttel und kleine Klumpen
Köttel und kleine Klumpen

Was soll der Körper ausscheiden, wenn er nicht genug Verdaubares zur Verfügung gestellt bekommt? Gefühlt liegen jetzt Steine im Magen oder eher im Darm und der Gang zur Toilette wird anstrengend, bis dann mühevoll ein paar kleine Bröckchen herausgepresst werden können.

Rohfasern und Ballaststoffe helfen Ihrer Verdauung aus dieser Vorstufe einer Verstopfung (Subileus). Essen Sie mehr Gemüse und achten Sie auf eine ballaststoffreiche Kost. Trinken Sie mehr, denn die empfohlenen zwei Liter pro Tag haben Sie in letzter Zeit wohl nicht immer geschafft?

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Viele harte Köttel
Viele harte Köttel

Jetzt wird es eng im Darm: Der Stuhl ist hart und besteht aus hasel- bis walnussgroßen Kötteln, die den Darm füllen und nur schwer ausgeschieden werden können. Ihre Verdauung braucht Flüssigkeit und Ballaststoffe, damit der Stuhl weicher wird. Essen Sie mehr Obst und Gemüse und trinken Sie viel Wasser. Das weicht die Köttel auf und verhindert die Bildung von Stuhlwalzen, die den Darm verstopfen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Weiche Brocken
Weiche Brocken

Keine "Wurst", dafür weiche Brocken? Völlig in Ordnung, Sie müssen lediglich häufiger auf die Toilette als einmal am Tag. Einen Richtwert für die "normale" Häufigkeit des Stuhlgangs gibt es für Erwachsene nicht. Die Zahl der großen Toilettengänge kann von mehrmals täglich bis alle paar Tage reichen. Anders bei Kindern: Diese sollten täglich einmal "groß müssen". Stillkinder machen rund drei Mal pro Tag in die Windel.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Sehr weich und klebrig
Weich und schmierig

Um zu erkennen, ob der Stuhl sehr weich und schmierig ist, ist ein Blick auf das Verdauungsendprodukt meist gar nicht nötig. Beim Reinigen des Afters lässt sich der Kot nur schwer abwischen, Sie brauchen viel Papier, feuchtes Toilettenpapier oder gleich ein Bidet oder die Brause. Kein Grund zur Panik: Nach einem besonders fettreichen Essen wie Gänsebraten oder Käse-Sahne-Soßen können Galle und Bauchspeichedrüse die Menge an Nahrungsfetten und Ölen manchmal nicht mehr bewältigen und die unverdauten Fettreste werden einfach ausgeschieden. 

Kommt diese Art des Stuhlgangs mehrfach oder gar ständig vor, sollten Galle und Bauchspeicheldrüse beim Arzt untersucht werden, um eine Funktionsstörung der Organe auszuschließen. Auch eine Laktoseintoleranz oder eine Glutenunverträglichkeit können den Stuhlgang in dieser Form beeinflussen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Beinahe formloser Brei
Beinahe formloser Brei

Landet im Klo nur ein breiiger Fladen, ist die unmittelbare Vorstufe des Durchfalls erreicht. Soweit keine sich anbahnende Durchfallerkrankung dahinter steckt, kann die aktuelle Ernährungssituation den Stuhl kurzzeitig so verändern: Viel Flüssigkeit, wenig Ballaststoffe, dazu etwas Stress und schon entleert sich der Darm eigentlich zu früh, nämlich bevor er dem Verdauungsbrei im Dickdarm große Mengen an Wasser entziehen konnte.

Nehmen Sie "saugende" Lebensmittel zu sich, die den Speisebrei eindicken, etwa Zwieback, Müsliflocken oder auch Trockenfrüchte wie Feigen oder Pflaumen. Diese enthalten zusätzlich Ballaststoffe, die Ihre Verdauung weiter fördern.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Durchfall
Durchfall

Er ist kaum aufzuhalten, völlig formlos, wässrig dünn: der Durchfall. Eine fettreiche Ernährungssituation, Alkoholgenuss sowie Stress und Aufregung können spontan zu Durchfall führen. Diese Faktoren können Sie selbst beeinflussen und den Durchfall wieder loswerden. Auch eine medikamentöse Hilfe ist möglich, um den Durchfall einzudämmen, der sonst mit schmerzhaftem Darmrumoren und hohem Flüssigkeitsverlust, der den Kreislauf belastet, verbunden ist.

Durchfall durch ein Magen-Darm-Virus

Handelt es sich um einen Magen-Darm-Infekt etwa durch das Norovirus, so versucht der Körper die in den Darm gelangten Erreger im Durchfall auszuscheiden und die Keimzahl zu verringern, damit das Immunsystem weniger Eindringlinge ausschalten muss. Durchfall ist somit ein Selbstschutzmechanismus des Darms. Leider übertreibt der Darm dabei ganz gerne und die Erkrankten kommen nicht mehr vom Klo weg. Halten wässrige Durchfälle auch nur über wenige Tage an, drohen Mineralsalzverlust und Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) – besonders gefährlich ist das für Kinder und Ältere. Steuern Sie daher schnell gegen, zum Beispiel mit Elektrolytlösungen aus der Apotheke oder zum Selbermachen. Auch eine medikamentöse Regulierung des Durchfalls ist in diesem Fall angebracht. 

(Foto: Lifeline)

 

Stuhlgang mittelbraun
Braun bis mittelbraun

Weder zu hart noch zu weich und von brauner bis mittelbrauner Farbe – so sieht gesunder Stuhlgang aus. Die Farbe des Kots entsteht, wenn der grünliche Gallenfarbstoff Bilirubin im Darm verdaut wird.

Neben verschiedenen Brauntönen und einem oftmals als "Normschiss" bezeichneten mittelgroßen Häufchens aus durchschnittlich zwei "Würsten", können aber auch ganz andere Farben und Formen in der Toilette landen...

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang Rot(-braun) oder Blutspuren
Rot(-braun) oder Blutspuren?

Blut im Stuhl von Blut auf Stuhl unterscheiden

Blut im Stuhl ist ein Alarmsignal für die Darmgesundheit. Dabei ist Blut "im" Stuhl meist gar nicht zu erkennen. Als sogenanntes okkultes (verstecktes) Blut kommt es nur in kleinsten Mengen vor und färbt den Kot nicht. Diese kleinsten Bluttropfen werden von der normalerweise braunen Farbe des Stuhls überdeckt und können nur im Rahmen des Hämokkulttests zur Darmkrebsvorsorge ermittelt werden, bei dem gezielt nach Blutbestandteilen in den Darmausscheidungen gesucht wird, die auf Geschwulste und Tumore im Darm schließen lassen.

Weist das gesamte Häufchen einen rotbraunen oder gar roten Farbton auf, sind meist Farbstoffe aus Lebensmitteln für die außergewöhnliche Färbung verantwortlich, etwa Rote Bete oder rote Lebensmittelfarbe, wie sie in asiatischen oder indischen Gerichten verwendet wird. Etwa 24 Stunden nach deren Verzehr sind die Speisen durch den Darm geschleust und der Farbstoff übersteht dies fast unverdaut. 

Bei sichtbaren Bluttropfen zum Arzt gehen

Ist hellrotes Blut als Tropfen oder in schleimigen Pfropfen dem Stuhl beigemengt, ist von einer Blutung im Enddarmbereich auszugehen, etwa durch einen Darmpolypen. Auch eine eingerissene Hämorrhoide kann zu erheblichen Mengen Blut im Stuhl führen. Diese Blutung muss von einem Arzt gestillt und die Wunde gegen eine Infektion behandelt werden. Kleinere Mengen Blut am Toilettenpapier deuten auf eine trockene und gereizte Haut im Afterbereich hin.

Große Mengen an Blut im Darm färben den Stuhl nicht rot, sondern... 

(Foto: Lifeline)

 

Stuhlgang: dunkler als sonst bis schwarz
Dunkelbraun bis schwarz

... viel dunkler als gewöhnlich bis schwarz (sogenannter Teerstuhl). Dies deutet auf eine Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt hin. Das Eisen im Hämoglobin übersteht den Verdauungsprozess und färbt den Stuhl dunkel bis schwarz.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang grün grünlich
Grünlich

Grünen Kot findet man eher selten. Wenn dann eher noch bei Babys und Kleinkindern, deren Breikost anfangs aus viel Spinat oder Brokkoli besteht. Der grüne Farbstoff in den Pflanzen ist für die Färbung des Stuhls verantwortlich. Ein Phänomen, das bei Erwachsenen nur auftritt, wenn wirklich große Mengen an tiefgrünem Gemüse verzehrt werden. 

Grüner Durchfall weist auf Salmonellen-Infektion hin

Salmonellen-Infektionen lauern in der Küche an Lebensmitteln. Hühnerfleisch ist meist mit den Bakterien belastet, aber auch Eiscreme oder Gemüse kann verseucht sein, wenn es zu Unterbrechungen in der Kühlkette oder schlechter Hygiene bei Fertigung und Transport kommt. Eine Salmonellen-Infektion führt binnen Stunden nach dem Verzehr der belasteten Lebensmittel zu heftigem Durchfall. Der Gallenfarbstoff wird durch den stark verkürzten Verdauungsprozess dabei fast unverdaut mit ausgeschieden und führt zu einer Grünfärbung des Kots.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang gelb bis ockergelb
Gelb bis ockergelb

Gelber Stuhl  könnte Fettstuhl bedeuten. Der Kot ist von einer glänzenden, teils gelbklumpigen Schicht überzogen und riecht extrem übel. Nahrungsfette und Speisereste passieren den Darm unverdaut, wenn Bauchspeicheldrüse oder Galle nicht richtig funktionieren. Auch eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kann ursächlich für den Fettstuhl sein.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: lehmfarben und grau
Grau oder lehmfarben

Weißlich bis grau ist die Grundfarbe des Stuhls. Der braune Farbton kommt erst durch das Abbauprodukt der Gallenflüssigkeit (Bilirubin) in den Kot. Ist die Gallenfunktion gestört, etwa durch einen Gallenstein, der den Ausgang der Gallenblase verstopft, fehlt dem Stuhl der typische braune Farbstoff. 

Ein Tumor der Bauchspeicheldrüse kann ebenfalls zu einer helleren Färbung des Stuhls führen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Wurstförmig, länglich, mittelweich
Die normale Form der "Kackwurst"

Wurstförmig, länglich, mittelweich: So sollte Stuhl geformt sein! Der Stuhl ist nicht zu fest und nicht zu flüssig und lässt sich ohne Pressen leicht absetzen. Auch die Reinigung des Afters ist dann ganz leicht, da der Kot nicht an der Haut anhaftet.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Wurst mit Rillen und Rissen
Wurst mit Rillen und Rissen

So sieht das Produkt einer langen Sitzung aus, die unter erhöhtem Druck geführt werden muss. Kein Grund zur Besorgnis, denn der Stuhlgang ist hier nur zu fest, da Sie wahrscheinlich zu wenig getrunken haben. Vorsicht: Auf Dauer fördert das Pressen beim Koten jedoch die Entstehung von Hämorrhoiden!

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Köttel und kleine Klumpen
Köttel und kleine Klumpen

Was soll der Körper ausscheiden, wenn er nicht genug Verdaubares zur Verfügung gestellt bekommt? Gefühlt liegen jetzt Steine im Magen oder eher im Darm und der Gang zur Toilette wird anstrengend, bis dann mühevoll ein paar kleine Bröckchen herausgepresst werden können.

Rohfasern und Ballaststoffe helfen Ihrer Verdauung aus dieser Vorstufe einer Verstopfung (Subileus). Essen Sie mehr Gemüse und achten Sie auf eine ballaststoffreiche Kost. Trinken Sie mehr, denn die empfohlenen zwei Liter pro Tag haben Sie in letzter Zeit wohl nicht immer geschafft?

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Viele harte Köttel
Viele harte Köttel

Jetzt wird es eng im Darm: Der Stuhl ist hart und besteht aus hasel- bis walnussgroßen Kötteln, die den Darm füllen und nur schwer ausgeschieden werden können. Ihre Verdauung braucht Flüssigkeit und Ballaststoffe, damit der Stuhl weicher wird. Essen Sie mehr Obst und Gemüse und trinken Sie viel Wasser. Das weicht die Köttel auf und verhindert die Bildung von Stuhlwalzen, die den Darm verstopfen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Weiche Brocken
Weiche Brocken

Keine "Wurst", dafür weiche Brocken? Völlig in Ordnung, Sie müssen lediglich häufiger auf die Toilette als einmal am Tag. Einen Richtwert für die "normale" Häufigkeit des Stuhlgangs gibt es für Erwachsene nicht. Die Zahl der großen Toilettengänge kann von mehrmals täglich bis alle paar Tage reichen. Anders bei Kindern: Diese sollten täglich einmal "groß müssen". Stillkinder machen rund drei Mal pro Tag in die Windel.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Sehr weich und klebrig
Weich und schmierig

Um zu erkennen, ob der Stuhl sehr weich und schmierig ist, ist ein Blick auf das Verdauungsendprodukt meist gar nicht nötig. Beim Reinigen des Afters lässt sich der Kot nur schwer abwischen, Sie brauchen viel Papier, feuchtes Toilettenpapier oder gleich ein Bidet oder die Brause. Kein Grund zur Panik: Nach einem besonders fettreichen Essen wie Gänsebraten oder Käse-Sahne-Soßen können Galle und Bauchspeichedrüse die Menge an Nahrungsfetten und Ölen manchmal nicht mehr bewältigen und die unverdauten Fettreste werden einfach ausgeschieden. 

Kommt diese Art des Stuhlgangs mehrfach oder gar ständig vor, sollten Galle und Bauchspeicheldrüse beim Arzt untersucht werden, um eine Funktionsstörung der Organe auszuschließen. Auch eine Laktoseintoleranz oder eine Glutenunverträglichkeit können den Stuhlgang in dieser Form beeinflussen.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Beinahe formloser Brei
Beinahe formloser Brei

Landet im Klo nur ein breiiger Fladen, ist die unmittelbare Vorstufe des Durchfalls erreicht. Soweit keine sich anbahnende Durchfallerkrankung dahinter steckt, kann die aktuelle Ernährungssituation den Stuhl kurzzeitig so verändern: Viel Flüssigkeit, wenig Ballaststoffe, dazu etwas Stress und schon entleert sich der Darm eigentlich zu früh, nämlich bevor er dem Verdauungsbrei im Dickdarm große Mengen an Wasser entziehen konnte.

Nehmen Sie "saugende" Lebensmittel zu sich, die den Speisebrei eindicken, etwa Zwieback, Müsliflocken oder auch Trockenfrüchte wie Feigen oder Pflaumen. Diese enthalten zusätzlich Ballaststoffe, die Ihre Verdauung weiter fördern.

 (Foto: Lifeline)

Stuhlgang: Durchfall
Durchfall

Er ist kaum aufzuhalten, völlig formlos, wässrig dünn: der Durchfall. Eine fettreiche Ernährungssituation, Alkoholgenuss sowie Stress und Aufregung können spontan zu Durchfall führen. Diese Faktoren können Sie selbst beeinflussen und den Durchfall wieder loswerden. Auch eine medikamentöse Hilfe ist möglich, um den Durchfall einzudämmen, der sonst mit schmerzhaftem Darmrumoren und hohem Flüssigkeitsverlust, der den Kreislauf belastet, verbunden ist.

Durchfall durch ein Magen-Darm-Virus

Handelt es sich um einen Magen-Darm-Infekt etwa durch das Norovirus, so versucht der Körper die in den Darm gelangten Erreger im Durchfall auszuscheiden und die Keimzahl zu verringern, damit das Immunsystem weniger Eindringlinge ausschalten muss. Durchfall ist somit ein Selbstschutzmechanismus des Darms. Leider übertreibt der Darm dabei ganz gerne und die Erkrankten kommen nicht mehr vom Klo weg. Halten wässrige Durchfälle auch nur über wenige Tage an, drohen Mineralsalzverlust und Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) – besonders gefährlich ist das für Kinder und Ältere. Steuern Sie daher schnell gegen, zum Beispiel mit Elektrolytlösungen aus der Apotheke oder zum Selbermachen. Auch eine medikamentöse Regulierung des Durchfalls ist in diesem Fall angebracht. 

(Foto: Lifeline)

 

Pflichttext:
Tannacomp Filmtabletten. Wirkstoffe: Tanninalbuminat, Ethacridinlactat-Monohydrat. Anwendungsgebiete: Behandlung akuter unspezifischer Durchfälle,  Prophylaxe und Behandlung von Reisedurchfällen. Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: Juli 2012. MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Kuhloweg 37, 58638 Iserlohn.