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Kapitel

Fehlerquelle 1: Ungewaschene Hände

Zuckerreste an den Fingern können zu falsch erhöhten Werten führen.

So geht´s richtig:
Die Hände vor der Blutzuckermessung gründlich waschen und anschließend abtrocknen.

Fehlerquelle 2: Feuchte Finger

Sind die Finger feucht, kann dies zu einer Verdünnung der Blutprobe und damit zu einem erniedrigtem Messwert führen.

So geht's richtig:
Die Finger vor der Blutentnahme immer gründlich waschen und dann auch ausreichend trocknen.

Fehlerquelle 3: Starkes Pressen bzw. Quetschen der Fingerspitze

Wird die Fingerspitze bei der Blutentnahme zu stark gepresst, kann die Blutprobe durch Gewebewasser verdünnt werden. Die Folge sind zu niedrig angezeigte Werte.

So geht's richtig:
Den Finger nur ganz vorsichtig pressen, aber nicht quetschen! Damit Sie dennoch eine ausreichende Blutprobe erhalten, ist es hilfreich, vor dem Stechen die Blutzirkulation zu verbessern – den Finger am besten ein wenig massieren. Mitunter kann es auch helfen, vor der Messung die Arme vorsichtig auszuschütteln und die Hände hängen zu lassen.

Fehlerquelle 4: Blutentnahme aus der Fingerspitze

Hier kommt es zwar zu keiner Verfälschung der Messergebnisse, doch da in der Fingerspitze die meisten Nerven gebündelt sind, kann hier der Einstich stärker gespürt werden.

So geht's richtig:
Entnehmen Sie die Blutprobe immer mittels eines seitlichen Einstichs in die Fingerspitze.

Fehlerquelle 5: Eingecremte Hände

Ein Cremefilm auf den Händen kann das Messergebnis verfälschen.

So geht's richtig:
Nach dem Händewaschen und gründlichem Abtrocknen die Hände vor einer Messung nicht eincremen.

Fehlerquelle 6: Verwendung von Sensoren (Teststreifen) nach Ablauf des Verfallsdatums

Wird das Verfallsdatum der Sensoren überschritten, kommt es durch eine Abnahme der Enzymaktivität in den Sensoren zu falschen Messergebnissen.

So geht's richtig:
Bitte beachten Sie das Verfallsdatum auf der Verpackung und verwenden Sie danach die Sensoren nicht mehr. Ist die Verpackung geöffnet, dürfen Sensoren in der Regel nur noch innerhalb der kommenden 6 Monate angewendet werden. Beachten Sie hierzu auch die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fehlerquelle 7: Falsche Lagerung der Sensoren

Werden Sensoren außerhalb des Original-Sensorenbehälters gelagert, kann dies zu falschen Ergebnissen bei der Blutzuckermessung führen, weil es durch Luftfeuchtigkeit zu einem Abbau der Enzyme im Sensor / Testreifen kommt. Erhöhte Temperaturen bei der Lagerung der Sensoren haben einen analogen Effekt.

So geht's richtig:
Um die Sensoren vor Feuchtigkeit zu schützen, sollte man diese immer im Original-Behälter aufbewahren. Lagern Sie die Sensoren entsprechend der in der Packungsbeilage angegebenen Temperatur

Lesen Sie weiter, welche praktischen Tipps zur Blutzuckerkontrolle es noch gibt.

Blutzuckerkontrolle
Blutzuckermessung

Die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Diabetes.

 

Hintergrundwissen Diabetes
Diabetes

Bei Diabetes kommt es zu einem dauerhaften Anstieg des Blutzuckerspiegels. Diabetes ist daher auch als "Zuckerkrankheit" bekannt.

Quellen:

  • Andreae, Susanne / Berg, Melanie (2008): Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. Georg Thieme Verlag.
  • Bopp, Annette (2007): Diabetes. Früh erkennen. Richtig behandeln. Besser leben. Stiftung Warentest.
  • Fritzsche, Doris (2008): Diabetes. Der Ernährungs-Kompass. GU Kompass. GU.
  • Grönemeyer, Prof. Dr. Dietrich (2008): Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit. Rowohlt.
  • Riedl, Dr. Matthias (2006): 300 Fragen zum Diabetes. Der große GU Kompass. GU.
  • Rubin, Alan L. (2006): Diabetes für Dummies. Besser mit Diabetes leben lernen. Wiley-VCH.
  • Schwörer, Dr. Claudia-Viktoria / Frank, Dr. Matthias (2005): Diabetes. Neustart in ein gesundes Leben.GU Ratgeber Gesundheit. GU.