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Zusammenhang Reflux und Speiseröhrenkrebs


Von: daedalus1986 • 03.04.2012 [21:08]
Sehr geehrtes Expertenteam,

folgende Sache bereitet mir (25, m) gerade sehr viel Unbehagen:

Seit rund sieben Jahren leide ich an wiederkehrendem Sodbrennen: Manchmal tritt es vereinzelt auf, manchmal bleibt es für Monate aus, manchmal hält es aber auch einige Wochen lang an. Bisher habe ich mit Talcid und den üblichen Vorkehrungen (kein Alk, kein Kaffee, nicht direkt vor dem Schlaf essen, nichts scharfes/gebratenes, etc) das Problem in Schach halten können. Meist beläuft es sich auf leichtes bis mäßiges Sodbrennen, mit wirklich störenden Schmerzen bin ich nachts nur sehr selten aufgewacht. Einmal war es etwas hartnäckiger und mein Hausarzt hat mir Omeprazol verschrieben, was das Sodbrennen auch beseitigt hat. Bei häufigem Wiederkehren sollte ich dann doch mal zum Gastroenterologen. Die Beschwerden waren seitdem aber nie so schlimm oder häufig, als dass ich es für nötig erachtet hätte, außerdem hatte ich beschwerdefreie Phasen von teilweise bis zu einem Jahr.

Jetzt zwischen Februar und März hatte ich mal wieder Sodbrennen und habe es mit Talcid aber nach einer Weile wegbekommen. Nun, nach einigen Wochen ohne Beschwerden, habe ich aber seit 1-2 Tagen plötzlich folgendes Symptom: Am oberen Ende des Brustbeins spüre ich unspezifischen Druck bzw. ein Fremdkörpergefühl im Bereich der Speiseröhre, scheinbar mehr auf der rechten Seite. Ob es beim Schlucken von Essen schlimmer wird, kann ich nicht so genau sagen. Weitere Beschwerden konnte ich noch nicht feststellen. Ich befürchte leider das allerschlimmste: Speiseröhrenkrebs smiley

Eine Magenspiegelung hatte ich lediglich vor 14 Jahren, da ich damals an unerklärlicher Übelkeit litt. Diese hat sich aber als rein vegetativ herausgestellt und ist bald verschwunden. Allgemein habe ich ein sehr labiles vegetatives Nervensystem, werde leicht nervös, ängstlich etc. Als Befund wurden angegeben eine "Leichte Rötung im Mageneingangsbereich" und ein "Befund wie bei einer geringen chronischen Refluxösophagitis". Refluxbeschwerden hatte ich damals aber nicht, es ging ja erst vor sieben Jahren los.

Im Internet habe ich verschiedenste Angaben zum Thema Speiseröhrenkrebs gesehen: Einerseits heisst es, es würden "nur" 5000 Menschen jährlich erkranken und zwar meistens Menschen ab 50 Jahren, in anderen Quellen heisst es, Reflux wäre schon ein fast sicherer Vorbote für das Barrett-Syndrom und dann Krebs. Andererseits sollen ja fast 20% der Bevölkerung in Deutschland an Reflux leiden. Die Zahlen passen nicht so richtig zusammen.

Ich mache mir gerade extreme Sorgen wegen der Sache... smiley Was können Sie mir als Experten dazu sagen? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich mit 25 und meinen Symptomen an diesem Krebs erkrankt sein könnte? Ich bin Nichtraucher und trinke sehr selten Alkohol, dann auch eher Bier als Hochprozentiges.

MFG

- Daedalus1986
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