Bitte beachten Sie: Der Experten-Talk auf gesundheitsberatung.de bietet keine persönliche Beratung oder Behandlung durch Ärzte an. Es ist keine Online-Sprechstunde, eine Fernbehandlung ist gesetzlich verboten.

Fragen müssen allgemein formuliert sein. Gesundheitsberatung.de behält sich vor, Fragen entsprechend anzupassen. Wir empfehlen, Fragen zu anonymisieren. Ferner empfehlen wir, bei gesundheitlichen Problemen jeglicher Art einen Arzt aufzusuchen.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen und Netiquette.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Frage stellen oder einen Beitrag verfassen zu können.
zur Registrierung oder für registrierte Nutzer: zur Anmeldung

Thema:
Thema:

Erschöpfung von Arbeit und Hochzeitsdepression?


Von: Expertenteam der Gesundheitsberatung • 06.11.2016 [20:15]

Hallo Frogg,

eine wirkliche Diagnose "Hochzeitsdepression" gibt es natürlich nicht. Die Diagnose "Burn-Out" allerdings auch nicht, wenngleich auch nahezu jeder Mensch weiß, was gemeint ist.
Tatsächlich ist es so, dass solche Bedenken, wie sie Ihre Verlobte äußert, nicht selten sind. Immerhin trifft sie damit eine weitreichende Entscheidung, die ihr einerseits zwar viel Sicherheit geben mag, andererseits aber auch ihre Freiheit einschränkt.
Wie berechtigt diese Zweifel sind, kann natürlich niemand einschätzen, am ehesten vielleicht Ihre Verlobte selbst. Klare Gedanken zu fassen und eine Entscheidung zu überdenken, ist aber natürlich nicht möglich, wenn man den Kopf tatsächlich immer voll hat.
Wir wissen natürlich nicht, bei was es für eine Therapeutin war, die Ihre Verlobte aufgesucht hat. Es ist aber vollkommen richtig, dass es hier Verschiedene gibt. Diese unterscheiden sich einerseits in der Therapieform, die sie anwenden, andererseits aber auch in der Qualität ihrer Ausbildung. Therapeuten können zum einen Ärzte oder Psychologen sein, drittens gibt es auch noch Heilpraktiker.
Der Vorteil an Ärzten ("Psychiater und Psychotherapeut") ist, dass sie ebenfalls Medikamente einsetzen können. Diese scheinen hier aber nicht notwendig zu sein. Psychologen haben meist eine psychotherapeutisch schwergewichtetere Ausbildung. Bei beiden Gruppen gibt es aber verschiedene Formen, wie Tiefenpsychologisch oder -analytisch, Verhaltenstherapeutisch oder systemisch. Dabei gibt es Mischformen und Untergruppen.
Wir empfehlen tatsächlich aber, dass sie nochmal ienen Therapeuten aufsuchen. Die Richtung sollte beispielsweise ein Hausarzt oder ein niedergelassener Psychiater überlegen. Dass ein Therapeut sagt, "es sei alles in Ordnung" ist eher untypisch. Gerade wenn Sorgen vor einem Burnout z.B. vorliegen. Die Aufgabe eines guten Therapeuten ist es dann, Strategien zur Stressabwendung zu entwickeln. Hier sind beispielsweise "moderne Verhaltenstherapeuten" sinnvoll, aber auch Tiefenpsychologische Therapeuten können hier sehr gut weiterhelfen. Letztendlich ist vor allem wichtig, dass die Basis der Zusammenarbeit vertrauensvoll ist. Eine Psychotherapie kann aber in den heutigen Zeiten prinzipiell den meisten Menschen sehr gut tun.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen etwas weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Übersicht Thema:
Sie beobachten diesen Experten-Talk.