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Fingerschmerzen ohne Röntgenbefund - Kortison?


Von: Expertenteam der Gesundheitsberatung • 05.12.2017 [19:56]

Hallo Snff,

eine schlechte Aufklärung sollte natürlich nicht kann und gäbe in der ärztlichen Behandlung sein, trotzdem wollen wir unsere Kollegen in Schutz nehmen,  da diese meist unter Zeitdruck stehen. Deshalb wollen wir ihn helfen, Ihnen etwas Aufklärung zu verschaffen.
Tatsächlich befinden sich im Bereich des Finger selbst keine Muskel mehr sondern lediglich Sehnen. die Muskeln, die die Finger bewegen befinden sich im Bereich des Unterarmes. Dies spüren Sie, wenn Sie mit einer Hand an den Unterarmen der anderen Hand fassen und die Finger bewegen. Das heißt, tatsächlich ist wohl eine Bindegewebsstruktur im Bereich des Fingers betroffen, dies kann Sehne, Band oder auch Knorpel sein.
Die beschriebene Symptomatik deutet tatsächlich auf eine Entzündung hin. Die Cortisontherapie soll dazu dienen, dass die das Immunsystem unterdrückende Wirkung die Schwellung rasch zurück gehen lässt, bis keine weiteren Entzündungszellen mehr dort sind und sich die Entzündung somit nicht mehr von selbst am Leben erhält.
Bei Kortison handelt es sich um eine körpereigene Substanz, sprich, der Körper kennt auch das extern zugefügte Cortison. Dieses wirkt im Bereich von Entzündungen entzündungshemmend. Richtig ist, dass bei einer längerfristigen Therapie mit Cortison bestimmte Substanzen zugeführt werden müssen, da sich der Körper darauf eingestellt, kein eigenes Cortison mehr produzieren zu müssen. Dies hat ebenfalls einen Einfluss auf andere Stoffwechselwege. Im Falle einer kurzen Stoßtherapie ist dies jedoch nicht notwendig. Der Körper hat lediglich für einen kurzen Zeitpunkt ein erhöhten Kortisonspiegel, der lediglich die Entzündung hemmen soll. Dadurch, dass es sich um einen körpereigenen Stoff handelt, den der Körper auch selbst gewohnheitsmäßig abbauen kann, ist die Therapie auch zumeist sehr nebenwirkungsarm.
Cortison wird ebenfalls oft bei Allergien oder allergischen Schocks eingesetzt. Auch hier ist das Medikament äußerst gut verträglich.
Sie scheinen derzeit medizinisch also in guten Händen zu sein.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - ihr Lifeline Gesundheitsteam

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