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Gewicht, Schilddrüse, Ödeme


Von: Expertenteam der Gesundheitsberatung • 23.10.2017 [17:40]

Hallo Frauelfenohr,

die Schwierigkeit, eine leichte Schilddrüsenunterfunktion richtig einzustellen besteht darin, dass nicht das Schilddrüsenhormon im körper gemessen wird, sondern indirekt das schilddrüsenstimulierende Hormon, das TSH. Dieses Hormon wird von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet, damit die Schilddrüse wiederum das T3 (und T4) ausschüttet. Viel T3 im Körper sorgt dafür, dass die Hirnanhangdrüse wenig TSH ausschüttet. Zwar kann das T3 auch gemessen werden, die Werte schwanken aber zu sehr über den Tag verteilt, weshalb die Aussagekraft hierfür nicht eindeutig ist. Deshalb verwendet man das konstantere TSH, das ja für die Ausschüttung sorgt. ein niedriges TSH bedeutet dann also, es ist viel T3 da, die Schilddrüse funktioniert gut, ein hohes TSH zeigt das Gegenteil.
Problematisch ist bei einer leichten Unterfunktion, dass die Werte einfach im oberen Referenzbereich liegen können, weil sie vor der Unterfunktion im unteren Referenzbereich gelegen haben könnten. Sind die Werte also gerade an einer Grenze, geht es weniger um den Wert an sich, als eher um die Symptome, die berichtet werden. Sind also Symptome vorhanden, mehr Müdigkeit, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, etc., wird der Arzt wohl "versuchen", ob es sich nicht doch um eine Unterfunktion handelt. Daher wohl die Aussage Ihres Arztes.
Die von Ihnen beschriebenen Migräneanfälle können durchaus mit der Neueinstellung zu tun haben. Natürlich kann dann darüber nachgedacht werden, das L-Thyroxin wieder zu senken, um auszuprobieren, ob die Symptome damit besser werden. Auf der anderen Seite kann ihr Kreislauf sich aber auch an die niedrigen Schilddrüsenwerte angepasst haben. Durch die Schilddrüsenwerte ist ihr Kreislauf wieder aktiver, was auch die Symptome verursachen kann. Von daher kann es auch sinnvoll sein, Medikamente einzunehmen, die prophylaktisch gegen Migräneanfälle wirken. Die Vor- und Nachteile sollten Sie mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen  und entschuldigen uns für die späte Antwort - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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