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Gewicht, Schilddrüse, Ödeme


Von: Expertenteam der Gesundheitsberatung • 15.10.2017 [22:34]

Hallo Frauelfenohr,

was Sie beschreiben, hört sich tatsächlich nach einer schweren Zeit an, die Sie durchgemacht haben. Dass Sie hiervon Einiges mitnehmen, ist sicherlich nachvollziehbar und kann zumindest indirekt einige Ihrer Symptome erklären. Hinzu kommt die offensichtlich vorhandene Unterfunktion Ihrer Schilddrüse.
Bei einer Unterfunktion sollten Sie das Medikament auf jeden Fall einnehmen. Genaugenommen handelt es sich hierbei nicht um ein Medikament, sondern um ein lebenswichtiges körpereigenes Hormon, das Ihr Körper (genauer gesagt die Schilddrüse) nicht mehr ausreichend selbst produzieren kann. Um die Funktionen angemessen aufrecht zu halten, sollten Sie deshalb das Thyroxin einnehmen. Dieses hilft tatsächlich auch beim Abnehmen, wobei genauer gesagt werden muss, dass ein Mangel Gewichtszunahme verursacht.
Dass Stress zu solchen Symptomen führen kann, ist sicherlich richtig, auch wenn es sich dabei nicht um Tränen handelt. Stress führt aber zu einem dauerhaft hohen Cortisolspiegel. Dieser führt dazu, dass der Körper sich langfristig umformt. Auch zu Fettumverteilungen und über Umwegen auch zu Wassereinlagerungen kann es führen. Sie sollten deshalb auch darauf achten, dass eine angemessene Eiweißzufuht bei Ihnen besteht. Außerdem - damit hat Ihr Heilpraktiker sicherlich Recht - sollten Sie etwas gegen den Stress tun. Evtl. kann Ihnen hierbei ein geeigneter Psychotherapeut helfen.
Wenn es keinen Anhalt dafür gibt, dass eine Autoimmunschilddrüsenerkrankung vorliegt, ist ein Antikörpersuchtest nicht unbedingt notwendig, wenngleich er auch nicht schadet. Vielleicht sollten Sie hierrüber nochmals mit Ihrem Arzt sprechen.
Theoretisch ist es möglich, dass Sie zu wenig essen. Allerdings würde sich dies auch im Labor zeigen. Dennoch gilt, dass gewisse im Blut gelöste Substanzen wie Salz und Eiweiße nötig sind, damit das Wasser des Blutes innerhalb der Blutgefäße bleibt. So kommt es bei einer Unterernährung zu Wassereinlagerungen. Außerdem kann ein geschädigtes herz dazu führen. Von daher würden wir Ihnen auch zu einer kardialen Ursachenforschung raten.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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