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Gewicht, Schilddrüse, Ödeme


Von: Frauelfenohr • 12.10.2017 [22:25]

Liebes Team: 

Seit 2015 haben mich viele Schicksalsschläge erschüttert und ich stand/stehe unter Dauerstress. Trennung, eine längere Zeit in der eine Krebserkrankung eines meiner Kinder ausgeschlossen wurde, dann ein todkranker Vater und mehr.  

Ich bin normalerweise eine sehr schlanke Person. Habe immer trotzdem gut und reichlich gegessen. Seit 2016 -mitten während einer akuten Stressphase - merkte ich plötzlich, dass ich zunahm, zeitgleich Ödeme an den Beinen bekam. Keine, die man tief eindrücken kann, aber deutliche Wassereinlagerungen. Überhaupt habe ich eher das Gefühl, dass ich an Wasser und nicht an Fett zunehme. Ich habe daraufhin begonnen sehr wenig zu essen. Nur einmal am Tag Kohlehydrate, sonst Gemüse, Fleisch und Milchprodukte. Abends nie Kohlehydrate. Und immer weit unter 1500kcal. Fazit: ich habe seit 2016 trotz reduzierter Ernährung ca 10 Kilo zugenommen. Sport hat nichts gebracht. 

Der Hausarzt hat meine Schilddrüse untersucht. 

Meine Werte waren im Februar 2017 wie folgt: TsH= 2,35 T4= 1.1  T3= 3.0 Im August wie folgt: TsH=2,42/ T4=1,2/ T3=2,9

Da ich ebenfalls Depr. Verstimmungen, Haarausfall, fettige Haut, Hitzewallungen usw hatte und bei der Sono auch ein passender Befund ( harmlose Knoten) da war, hat mein Arzt entschieden, mir 50mg L-Thyroxin zu verordnen

Ich nehme Lthyroxin seit August und es hat sich NICHTS getan. Zumindest nicht an meinem Gewicht. Ich habe eher noch ein wenig zugenommen. Neue Werte werden nächste Woche genommen. Meine depressiven Verstimmungen sind leicht besser geworden. Haarausfall habe ich noch. 

Sonst sind alle Werte ok. Nieren und co. ich verzweifle bald. Quäle mich mit wenig essen und fühle mich zunehmends aufgedunsen und furchtbar. 

Eine Nebennierenschwäche habe ich auch nicht.

Ein Heilpraktiker meinte nun: Das seinen alles ungeweinte Tränen und aufgestaute Angst. (Das wäre tatsächlich plausibel, aber gibt es solche Phänomene wirklich?!?)

Noch zur Info: Ich bin trotz fehlender Verhütung nicht mehr schwanger geworden. 

Mein Fragen sind nun:

1. Könnte es auch sein, dass das Lthyroxin noch nicht lange genug eingenommen wird und sich eine positive Wirkung erst später einstellt? Ich habe unterschiedliches dazu gelesen... Wenn das Lthyroxin aber gar nicht wirkt, kann ich es doch auch gleich ganz lassen - oder? 

2. gibt es wirklich auch psychische Ursachen für sowas? So wie der Heilpraktiker es sagt? Um ehrlich zu sein, könnte das passen, denn ich kann trotz schwerer Schicksalsschläge einfach nie weinen. Fühle eigentlich nur Leere. 

3. Der Arzt hat noch keine Antikörper der SD genommen - sollte er das nicht tun? Könnte auch Hashimoto hinter sowas stecken? 

4. kann es sein, dass ich zu wenig esse? Mein Mann meint, ich habe mich in eine Art Hungersnot diätet- und damit meinem Körper suggeriert, dass er nichts abgeben darf.

danke für Antworten auf viele Fragen. Herzliche Grüsse  


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