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ständige Zysten, Gestagene und Thrombophilie


Von: kascha24 • 03.11.2017 [10:55]
Liebes Experten-Team,

momentan bin ich sehr ratlos und verzweifelt und von meiner Gynäkologin etwas alleine gelassen, da sie auch keinen weiteren Rat weiß. Ich befinde mich gerade in einer Situation, in der sich vieles ausschließt und würde mich über Ihren Rat sehr freuen:

Ich hatte vor einigen Jahren bereits eine TVT mit folgender Lungenembolie. Ich habe 2009 dann das Problem gehabt, dass ich innerhalb von fünf Monaten dreimal operiert werden musste, da ich Eierstockzysten (funktionell) bekam, die groß wurden und massive Beschwerden verursachten. Zusätzlich wurde bei den Operationen leichte Endometriose diagnostiziert. Mein Zyklus war nie regelmäßig. Nach der dritten OP wurde mir dann zunächst Chlormadinon verschrieben und direkt danach anschließend seit einigen Jahren habe ich die Visanne genommen, beides im Langzeitzyklus.

Im April dieses Jahres setzte ich die Visanne ab (Demnächst Kinderwunsch, aber aktuell muss es aus persönlichen Gründen verschoben werden), es pendelte sich ein Zyklus mehr oder minder ein, allerdings verkürzte sich mit jedem Zyklus die zweite Zyklushälfte, bis diese am Ende noch eine Woche lang war. Ich entwickelte im September dann wieder eine rasch wachsende Follikelzyste und musste dann zum vierten Mal operiert werden. Durch den Zugang an der Hand erlitt ich eine Thrombophlebitis mit anhaltender Thrombose jetzt immer noch nach sieben Wochen post OP. Ich war vor drei Wochen vorsorglich nochmals in der Gerinnungsambulanz und es wurde eine erhöhter Faktor 8 plus erhöhte van-Willebrand-Faktor-Werte diagnostiziert. Diese wurden 2009 auch festgestellt, allerdings wurde ich damals nicht darüber aufgeklärt.

Jetzt befinde ich mich in der Situation, dass ich sieben Wochen post Zysten-OP WIEDER eine Zyste habe, die Schmerzen verursacht und diese behandeln will. Ich kann mich doch nicht alle zwei Monate die nächsten Jahre unters Messer legen?! Aber eine hormonelle Therapie kommt ja dann nun auch nicht in Frage, vor allem mit der erhöhten Thromboseneigung und meiner Vorgeschichte. Selbst von Gestagenen wird dabei ja meist abgeraten. Meine Gynäkologin hat mich damit alleine gelassen, dass ich die Visanne nicht nehmen soll, schon gar nicht mit der aktuellen Thrombose in der Hand und mehr hat sie dazu nicht gesagt. Der Gerinnungsmediziner hat mir nur gesagt, man müsste irgendwann nochmal kontrollieren, wenn ich keine Antikoagulanzien mehr nehme, aber er würde mir von jeglichen Gestagenen abraten. Was könnte ich denn nun tun? Ich bin mittlerweile sehr verzweifelt, weil sich alles ausschließt, ich mich mich nicht ständig operieren lassen will (und das ja auch wieder Thromboserisiken birgt). Was würden Sie mir raten in dieser komplizierten Situation? Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße, Kascha
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