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Thema:
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Kieferhöhlenentzündung


Von: Expertenteam der Gesundheitsberatung • 01.01.2018 [13:50]

Hallo rienchen2111,

an sich handelt es sich bei dem oberen Abschnitt um anatomische Beschreibungen, die angeben, wo die Entzündung der Nasennebenhöhlen gesehen werden kann.
Insgesamt gibt es 4 verschiedene Nasennebenhöhlen(-gruppen), die Kieferhöhle (Sinus maxillaris), die im Bereich des Oberkiefers liegt, die Stirnhöhle (Sinus frontalis) im Bereich der Stirn, die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) "mitten im Schädel gelegen" und die Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales), die im Bereich der oberen Nase liegen. Die beschriebene Sinusitis maxillaris ist also eine Kieferhöhlenentzündung, eher rechtsseitig, der beschriebene Spiegel bedeutet, dass sich entzündliche Flüssigkeit, Sekret, in der Höhle befindet, die aufgrund der entzündlichen Schwellung erschwert abfließen kann. Die Sekretmenge ist aber gering, also nicht stark ausgeprägt. Die kräftige Schleimhautschwellung ist natürlich auf die Entzündung zurückzuführen und ist an sich Teil des Krankheitsbildes. Bei der polypösen Schwellung handelt es sich um eine weiterverwachsene Schleimhaut aufgrund einer wahrscheinlich länger bestehenden Entzündung. Ob eine Notwendigkeit zur gesonderten Behandlung der Polypen besteht, hängt davon ab, ob diese Beschwerden verursachen, oder nicht. Jedoch ist es theoretisch möglich, dass eine Sinusitis aufgrund einer gesörten Belüftung oder Abflusses durch Polypen entsteht. Hierbei spielt es aber eine Rolle, wo die Polypen liegen.
Zusätzlich sind auch einzelne Siebbeinzellen, also andere Nasennebenhöhlen betroffen. ob dies mit den Polypen zusammenhängt, lässt sich für uns aus dem Befund nicht herauslesen, ist aber bei der beschriebenen Lokalisation unwahrscheinlich.
Das CRP und die Leukozyten sind durchaus deutlich erhöht, wie es aber bei einer wahrscheinlich bakteriell bedingten Entzündung zu erwarten ist. Die Entzündung scheint deutlich, aber nicht lebensbedrohlich zu sein. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund für die Behandlung mittels Antibiotikum. Der Rachenabstrich wird hoffentlich zeiten, ob die auslösenden Keime gegen das Antibiotikum oder gegen ein anderes empfindlich sind, grundsätzlich ist Amoxicillin aber bereits ein breit wirkendes Antibiotikum, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Keime bekämpft. Da aber noch wohl kaum Besserung eingetreten ist, ist es wahrscheinlich, dass der Erreger aus dem Abstrich genauer untersucht werden muss, um zu wissen, ob ein anderes Antibiotikum verwendet werden sollte. Die Untersuchung wird aber sehr wahrscheinlich angeordnet.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Übersicht Thema:

  Kieferhöhlenentzündung rienchen2111 • 29.12.2017 [16:56]

  Kieferhöhlenentzündung Expertenteam der Gesundheitsberatung • 01.01.2018 [13:50]

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