Aktuelle Studie belegt: Passivrauchen
erhöht Blutdruck bei Kindern
Dass Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, ist hinlänglich bekannt. Auch die Tatsache, dass Erwachsene im Beisein von Kindern lieber auf
den Glimmstängel verzichten sollten, dürfte keine Neuigkeit sein. Jetzt wurde
in einer aktuellen Studie der Universität Heidelberg nachgewiesen, was bereits
lange vermutet wurde: Sind Kinder über einen längeren Zeitraum dem blauen Dunst
ausgesetzt, steigt der Blutdruck dieser Kinder häufig deutlich an. Ein enormes
Gesundheitsrisiko – auch in späteren Jahren!
Im Rahmen der Studie des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar und
des Universitätsklinikums Heidelberg wurden
4.000 Kinder in einem Alter zwischen fünf und sechs Jahren untersucht.
Es rauchte entweder die Mutter, der Vater oder auch beide Elternteile. Allerdings
schätzen die Forscher insbesondere das Rauchen der Mutter als noch stärker
belastend für die Kinder ein: Allein aus dem Grund, dass es noch immer häufiger
die Mütter sind, die zu Hause rauchen, als die Väter, die möglicherweise eher
mit den Kollegen in der Mittagspause im Büro zur Zigarette greifen.
Fest steht: Es wurde ein erhöhter Blutdruck bei den Kindern
nachgewiesen, die über einen längeren Zeitraum dem Zigarettenrauch ausgesetzt waren.
Es ist laut den Experten nicht auszuschließen, dass dieser hohe Blutdruck auch
im Erwachsenenalter noch besteht. Entsprechend hoch ist dann das Risiko für
einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt.
Insofern ist die Warnung der Forscher eindeutig: Eltern sollten Ihre Kinder vor Tabakrauch schützen, sonst laufen sie Gefahr, die Gesundheit des Kindes ernsthaft und langfristig zu schädigen. Ein Grund mehr, mit dem Rauchen Schluss zu machen!
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Autor: Jennifer Hamatschek
Letzte Änderung am: 18.09.2012

